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Nach Orten

Neckargerach

[1]Aufgrund des steigenden Bedarfs an KZ-Häftlingen für die Bauarbeiten wurde im April 1944 das KZ-Nebenlager Neckargerach auf dem Gelände eines ehemaligen Reichsarbeitsdienstlagers eröffnet. Seit Anfang April 1944 war jeden Tag ein Kommando von 20 Häftlingen des KZ Neckarelz nach Neckargerach geschickt worden, um das Barackenlager zu einem KZ auszubauen.

Am 27. April 1944 traf dann ein Transport von 900 Häftlingen aus dem KZ Groß-Rosen in Neckargerach ein. Die Häftlinge fuhren jeden Tag mit dem Zug zu den Baustellen in Obrigheim. Am 15. Mai 1944 kamen weitere 340 Gefangene aus dem KZ Sachsenhausen in Neckargerach an. Weitere Transporte folgten. Die Belegung schwankte zwischen 870 und 1.536 Häftlingen (Mitte September 1944).

Wegen der Überbelegung wurde zeitweise ein »Zirkuszelt« auf dem Hof aufgeschlagen, in welchem die Häftlinge auf dem Boden schlafen mussten. Gegen Ende des Jahres 1944 entwickelte sich Neckargerach wegen seiner Entfernung zu den Baustellen zum vorgeblichen "Krankenlager" der Neckarlager.

Neckarelz II

[2]Da die Belegung der Neckarlager weiter stieg, wurden ab Juli 1944 Baracken für das KZ-Nebenlager Neckarelz II am alten Bahnhof (heute nicht mehr existierend, Nähe Mosbacher Kreuz) aufgebaut, ca. 700 m von der Schule entfernt. Zunächst waren hier 300 Häftlinge untergebracht. 1945 stieg dann die Belegung auf bis zu 1.400 Häftlinge. Wegen der Nähe zu den Baustellen (1 km bis zum Stolleneingang) wurde Neckarelz II um den Jahreswechsel zum wichtigsten Arbeitslager.

Die Unterbringung und die sanitären Verhältnisse im Lager II waren besonders verheerend. Albert Fäh berichtet:

»Vom Lager II sprach jedermann mit Entsetzen.« Der Lager- und die Blockältesten waren besonders brutal. »Die Stube 3 war ein widerliches Elendsquartier, wo sich die Sträflinge in der Nacht zum Schlafen übereinander legen mussten. Die Pritschen standen in drei Reihen unter einem Dach aus Teerpappe, durch welches Kondenswasser tropfte....«

Die »kleinen Lager« bei Mosbach

Die drei kleineren Lager entstanden im September 1944 als Nebenlager des KZ Neckarelz. Die Lager Asbach (Baden) und Neckarbischofsheim wurden von mobilen Häftlingskommandos aufgebaut und sollten ursprünglich als Unterkünfte für ZwangsarbeiterInnen in der Produktion dienen. Und dann gab es noch ein Häftlingslager in Bad Rappenau.

Asbach

Als Standort hatte man den im Wald gelegenen alten Sportplatz gewählt, der an der Gemarkungsgrenze zu Daudenzell lag. Asbach wurde vermutlich deshalb ausgesucht, weil im Zuge des Verlagerungsprojektes A8 die Daimler-Benz-Zulieferfirma »Frankl und Kirchner« (Mannheim) in den Asbacher Eisenbahntunnel verlegt werden sollte. Dieses Projekt mit dem Codenamen »Kormoran« wurde aber nicht verwirklicht.

Das Lager Asbach war auf 32 Baracken ausgelegt, die jedoch größtenteils nicht fertig gestellt wurden. In zwei vollendeten Baracken waren ca. 150 KZ-Häftlinge des Baukommandos untergebracht.

Neckarbischofsheim

[3]Das KZ-Lager lag etwa zwei Kilometer nordwestlich von Neckarbischofsheim in der Nähe des Bahnhofs »Neckarbischofsheim Nord« am Schwarzbach. Von den geplanten 18 Baracken wurden ebenfalls nur wenige fertig gestellt. Sie waren für so genannte »freie Ausländer« (in Wirklichkeit Zwangsarbeiter von Daimler-Benz) bestimmt.

Das Lager beherbergte jedoch nur die 100 KZ-Häftlinge des Baukommandos. Nach dem Krieg wurden einige Baracken in die Schwarzbachsiedlung integriert.

Bad Rappenau

Das Lager Bad Rappenau wurde in zwei ehemaligen Bohrhäusern der Saline untergebracht. Offiziell hieß das Lager »Baulager der Waffen-SS«. Die etwa 50 KZ-Häftlinge arbeiteten auf dem SS-Bauhof, in der Landwirtschaft, im Salinenbetrieb und im Forst. Der SS-Bauhof verwaltete unter anderem Beutegut aus den besetzten Gebieten.

Zeitlich

Kurzer Überblick

Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof entstand im Mai 1941 als eines der 21 großen innerdeutschen Stammlager. Denn der Elsass war von Deutschland annektiert worden und als Teil des Reichs betrachtet. Ausgangsidee: eine Fundstelle von rosa Granit sollte dort, in 800 Metern Höhe in den Vogesen, ausgebeutet werden.

Zunächst lebten in Natzweiler nur einige Hundert KZ-Häftlinge. Vor allem politische Häftlinge, die sich der Nazipolitik verweigerten. In der zweiten Hälfte des Krieges baute die SS immer mehr Außenlager, die Häftlingszahlen stiegen an. 1944 sollte der Lagerkomplex Natzweiler-Struthof vor allem in der Rüstungsproduktion eingesetzt werden. Die KZ-Häftlinge der Außenlager schufteten für Rüstungsfirmen, für Großbauvorhaben wie Militärflughäfen und bei der Schieferölgewinnung. Wegen des Vorrückens der alliierten Streitkräfte befahl die SS-Führung Anfang September 1944 die Räumung des Hauptlagers und der Nebenlager auf der französischen Seite des Rheins. Über 12.000 KZ-Häftlinge wurden zum KZ Dachau und anderen KZ weitertransportiert.

Gleichzeitig eröffnete die SS (wie wir heute wissen - in den letzten Kriegsmonaten) noch knapp 20 weitere Außenlager in Baden und in Württemberg. Vergleichbr ist der Vorgang mit Nebenlagern des KZ Dachau und Hamburgs.

Während einer kurzen Übergangsphase von September bis November 1944 blieben der Kommandant Fritz Hartjenstein und Teile der Verwaltung im sonst geräumten Natzweiler-Struthof. Andere Bereiche wurden provisorisch zum KZ Dachau verlegt oder an den Außenlager-Standorten bearbeitet, vor allem in der Umgebung von Neckarelz.

Am 22. November 1944 verließ die SS mit den letzten 16 Häftlingen endgültig Natzweiler-Struthof. Der Ausdruck »KL Natzweiler« blieb aber als Verwaltungsbezeichnung bestehen, obwohl es den Lagerstandort nicht mehr gab.

Die Kommandantur und die Politische Abteilung zogen nach Guttenbach am Neckar (gegenüber von Neckargerach), die Verwaltung nach Binau und die SS-Fahrbereitschaft für die Kommandantur nach Neunkirchen. Von Guttenbach und Binau aus wurde nun ein Komplex befehligt und verwaltet, der Anfang Januar 1945 noch aus 33 Außenlagern mit 22.587 KZ-Häftlingen (davon etwa 1.000 jüdische Frauen) bestand. Auch unter den Bedingungen des militärischen Zusammenbruchs funktionierte die Organisation der Ausbeutung und Vernichtung der Gegner noch immer.

Die Todesrate in den verbliebenen Außenlagern stieg ab Herbst 1944 stark an. Die Lage verschärfte sich insbesondere im Winter 1944/45 wegen der schlechten Versorgung. Gleichzeitige Erweiterung und Zerfall der gesamten Strukturen waren paradoxe Realität.

Endgültig löste sich das »KL Natzweiler« erst im März und April 1945 auf.

Nun kam es auch hier zu Todesmärschen und Züge mit Verhungernden in Richtung Konzentrationslager Dachau, Bergen-Belsen und in Richtung Alpen.

Nach Monaten

1943

1944

1945

Weblinks

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