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Die meisten noch lebenden Gefangenen im Konzentrationslager Auschwitz konnten im Januar 1945 nicht direkt im Lager befreit werden. Der SS gelang es wenige Tage vor der Einnahme der Region, zwischen dem 17. Januar und dem 23. Januar 1945, etwa 60.000 Häftlinge mitten im Winter in Todesmärschen nach Westen zu treiben oder sie in offenen Viehwaggons abzutransportieren. Das lief bei der SS unter dem zynischen Begriff der "Evakuierung".

In den verschiedenen Lagerteilen und Außenstellen blieben nur etwa 7.500 Häftlinge zurück, die zu schwach oder zu krank zum Marschieren waren. Mehr als 300 Häftlinge wurden erschossen; man nimmt an, dass eine geplante Vernichtungsaktion aller zurückbleibenden Gefangenen nur durch das rasche Vorrücken der Roten Armee verhindert wurde.

Zuerst wurde das Hauptlager KZ Monowitz am Vormittag des 27. Januar 1945 durch die sowjetischen Truppen (322. Infanteriedivision der 60. Armee der 1. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin) erreicht und gegen militärischen Widerstand befreit. Von den dort zurückgelassenen Gefangenen – die Angaben reichen von 600 bis 850 Personen – starben trotz medizinischer Hilfe 200 in den Folgetagen an Entkräftung. Sie wiesen die ankommenden Truppen auf die beiden anderen Hauptlager und die möglicherweise dort gefangenen Häftlinge hin.

Das Stammlager Auschwitz-I und Auschwitz-Birkenau (Auschwitz-II) wurden – ebenfalls durch die Soldaten der 322. Division – schließlich am frühen Nachmittag des 27. Januar befreit.

Dazu: Nikolai Politanow: „Wir trauten unseren Augen nicht.“ In: einestages (Der Spiegel) vom 27. Januar 2008.


Zitate aus seinem Bericht:

Aber schon von weitem konnten wir sehen, dass die Heizer der Krematorien im rund drei Kilometer entfernten Birkenau mit ihrer Arbeit fortfuhren. Rauch und Stichflammen schlugen dort aus zwei Kaminen. …


Riesige, scheinbar endlose Briketthaufen waren auf dem Gelände gestapelt. Je tiefer wir auf das Gelände vordrangen, desto stärker war der Gestank von verbranntem Fleisch, und vom Himmel regnete schmutzig-schwarze Asche auf uns nieder, welche die Schneeflecken dunkel färbte. …


Ratlos standen unzählige Elendsgestalten mit eingefallen Gesichtern und kahlen Köpfen draußen vor den Baracken. Sie wussten nicht, dass wir kommen. Die Überraschung darüber ließ viele in Ohnmacht fallen. Ein Bild, das jeden schwach werden lässt, der es sieht. Das Elend war entsetzlich. …


Es wurde Abend. Viele Berichterstatter hatten sich eingefunden. Überall vor und hinter den Baracken surrten und blitzten ununterbrochen Kameras. Wir haben nach und nach erfahren müssen, dass Auschwitz ein zentrales Selektionslager war. Hier wurde die Auswahl für Vergasung und Zwangsarbeit der jüdischen Menschen getroffen. …


In Birkenau waren fast 5.800 entkräftete und kranke Häftlinge, darunter fast 4.000 Frauen, unversorgt zurückgeblieben. In den zunächst desinfizierten Baracken wurden in den nächsten Tagen von der Sowjetarmee Feldlazarette eingerichtet, in denen die an Unterernährung und Infektionen leidenden und traumatisierten Häftlinge versorgt wurden.

Einige Tage später wurde die Weltöffentlichkeit über die Gräueltaten informiert. Die Ermittler fanden über eine Million Kleider, ca. 45.000 Paar Schuhe und sieben Tonnen Menschenhaar, die von den KZ-Wächtern zurückgelassen wurden.

Auschwitz-I und Auschwitz-Birkenau] Bearbeiten

  • beider Komm.General F. M. Krasavin (100. Inf.Div.) - After Auschwitz was liberated, a new commandant was appointed to administer the town, Grigory Yelisavetinsky


the 60th Army. 24 January it made an attack and the 106th corps, attached to 100th, 148th and 107th infantry divisions, was ordered to take Oświęcim and Neiberun. - http://rbth.co.uk/arts/2015/01/27/auschwitz_in_the_memories_of_its_liberators_and_its_liberated_43177.html

Bücher / memoirs:

  • Before and After Auschwitz by V. Petrenko
  • I Survived Auschwitz by K. Zhivulskaya
  • The Black Book by V. Grossman and I. Ehrenburg.
  • 2008 - What did our people know about Auschwitz? First mentioning of Auschwitz in Soviet press dates back to April 1943 … + detailed witnessing by USSR citizens A.S.Pyatko and V.Y.Pegova about Oświęcim concentration camp, where they escaped from in November 1943.(aus: en.novayagazeta.ru)

Quite detailed and true intelligence about Hitler’s concentration camps, about nearly each of them, were received by the troops of 2nd Tank Army of the 1st Byelorussian front during liberation of Maidanek on 3 July 1944, also during liberation of such camps and people terminating stations as Treblinka on Buga, Sobibor near Lyublin, and Belzhez near Lvov. The documents found there, and the evidence by administration officials allowed soviet special services to have necessary information about German concentration camps, their purpose, ways of working and applied means. In August 1944, on the basis of that information, NKVD of Ukraine submitted a special general report about the intelligence obtained by partisans about Auschwitz camp.


Siehe auch, WeblinksBearbeiten



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