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Der in Mannheim ansässige Dudenverlag heißt eigentlich "Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG" bzw. seit 2010 "Bibliographisches Institut GmbH". In diesen Namen steckt etwas von der Verlagsgeschichte, die immer wieder durch Zusammenschlüsse verschiedener Lexikon-Verlage zu einem größeren Verlag gekennzeichnet ist. Der Kern des "Brockhaus-Verlags" ist ein solcher Vorgänger. 

Aus der ChronikBearbeiten

  • 1805: Verlagsgründung „Rohloff & Co.“ am 15. Oktober in Amsterdam
  • 1808: „Conversations-Lexikon“ aus Leipzig erworben
  • 1811: Umzug von Leipzig nach Altenburg
  •  1814 Umbenennung in „F. A. Brockhaus“ (nach dem Besitzer und Kaufmann Friedrich Arnold Brockhaus)
  • Joseph Meyer gab als Geschäftsführer des Bibliographischen Instituts das Große Conversations-Lexicons für die gebildeten Stände von 1839 bis 1855 erstmals heraus, das schließlich mit 52 Bänden das größte deutsche Konversationslexikon des 19. Jahrhunderts war.
  • 1880: erstmals erscheint das von Konrad Duden herausgegebene „Orthographische Wörterbuch“
  • 1903 veröffentlichte Konrad Duden seine „Rechtschreibung der Buchdruckereien deutscher Sprache” (damit großer Einfluss auf die damaligen Medien)
  • 1953: Verstaatlichung des Verlags in der DDR als VEB Brockhaus Leipzig - parallel die Fortführung als Familienbetrieb in Wiesbaden zunächst unter dem Namen Eberhard Brockhaus
  • 1984: Fusion „F. A. Brockhaus“ und „Bibliographisches Institut AG“ („Meyers Konversations-Lexikons“)
  • 1988: Übernahme durch den Verlag Langenscheidt KG (aus Stuttgart)
  • 2001: Aktivitäten im elektronischen Bereich werden in dem Tochterunternehmen Brockhaus Duden Neue Medien GmbH gebündelt.
  • 2007: Übernahme des "Guinness-Buchs der Rekorde" 
  • 2008: Ankündigung das Spitzenprodukt, die 30bändige "Brockhaus Enzyklopädie", auf eine reine Online-Version umzustellen; sie also nicht mehr zu drucken.
  • 2009: Die Bertelsmann-/Arvato-Tochter wissenmedia GmbH hat die Marke Brockhaus am 1. Februar 2009 übernommen. Ein Brockhaus-Lexikon im Internet ist nicht mehr geplant.
  • 2009 : Übernahme des Verlags durch den Cornelsen Verlag und vorerst letzte Umbenennung/-strukturierung 2010 in eine GmbH:  Bibliographisches Institut GmbH.

 

Die "Familie Duden" Bearbeiten

  • Konrad Duden (mit allen Namen K. Alexander Friedrich D., * 3. Januar 1829 in Lackhausen; † 1. August 1911 in Sonnenberg, Landkreis Wiesbaden) war ein Gymnasiallehrer von dem die Idee stammt. die "Rechtschreibung" der Wörter in einem Buch aufzulisten (Orthographie). Von 1876-1905 war er Direktor des Königlichen Gymnasiums in Hersfeld und veröffentlichte 1880: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Vier Jahre vorher war nämlich die erste Konferenz zur "Herstellung größerer Einigkeit in der deutschen Rechtschreibung" am Einspruch des Reichskanzlers Otto von Bismarck gescheitert.
  • Eberhard Brockhaus
  • Karl Pfannkuch (* 17. März 1898 in Kassel; † 10. Dezember 1965 in Eppstein) war ein deutscher Redakteur in Leipzig, der nach Kriegsende 1945 zusammen mit Hans Brockhaus nach Wiesbaden ging.

Duden-StraßeBearbeiten

Lage in Mannheim
Dudenstraße, 68167 Mannheim

Auch in Wesel erinnert eine Konrad-Duden-Straße an den Begründer der deutschen Rechtschreibung. Ein großer Findling mit einer Bronzeplatte wurde dort 1961, am 50. Todestag Dudens, gemeinsam von der Stadt Wesel und der damaligen Gemeinde Obrighoven-Lackhausen (Todesort) aufgestellt.

Literatur über den Verlag und seine Produkte Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

  • www.duden.de - Homepage

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