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Gröning


In der SS-Hierarchie entsprach ihm im WVHA der NSDAP der SS-Hauptsturmführer B. Melmer. Im WP-Artikel heißt es dazu im Absatz "[Herkunft der Goldbestände"

Das Gold stammte z. B. von im Vernichtungslager Auschwitz und anderen Konzentrationslagern „im Osten“ von den von der SS inhaftierten und ermordeten Personen. Unter dem Datum 5. Januar 1945 sind in den Bankunterlagen die letzten beiden „Melmer“-Goldankäufe eingetragen. Über 70 Mal ist Melmer in diesem Zeitraum mit einem Pkw oder als Begleitung zu einem Lkw-Transport der geraubten Edelmetalle bei der Zentralbank vorgefahren und hat sich das Inkasso für seine Organisation bestätigen lassen. Wäre das zu der damaligen Zeit ein justiziables Verbrechen gewesen, würde das von einer ausgeprägten kriminellen Energie zeugen. Durch das herrschende Unrechtssystem zählte er und sein Handeln quasi als kleines Rad in dem großen System der „Judenvernichtung“ und der NS-Unterdrückung durch die Konzentrationslager. Er entsprach als Schreibtischtäter innerhalb der SS und ihres Lagersystems ganz am Ende damit dem „Transport-Spezialisten“ Eichmann am Anfang der Mordmaschinerie. Zwischen diesen beiden Personen handelten viele SS-Angehörige als direkte Täter bei der Verhaftung, der Zugentladung, der Bewachung oder der Führung der Lager. Melmer stand schließlich genau an der Schnittstelle zwischen Ermordung und Verwertung der letzten Goldüberbleibsel der Opfer. Er hat sich dem nicht entzogen, sondern aktiv einen Beitrag zur Shoa geleistet. Eichmann und Melmer konnten sich nach einer verbreiteten Auffassung über Gehorsam dabei jederzeit auf „Befehle“ ihrer Vorgesetzten berufen.[1]

Der SS-Hauptsturmführer B. Melmer leitete beim SS-Hauptamt, Abt. A II, die so genannte Amtskasse, quasi eine SS-interne Bank oder eine Kasse innerhalb des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes (WVHA) in Berlin. Melmer wird als ihr Leiter bezeichnet und war zwischen 20. Mai 1943 (den ersten dokumentierten neun Gold-Barren) und dem 2. April 1945 für Wertsachen- und Gold-Transfers aus den NS-Konzentrations- und Vernichtungslagern auf ein Konto der Schutzstaffel (SS) bei der Reichsbank zuständig.

WeblinksBearbeiten

  • Wikipedia über Oskar Gröning (* 10. Juni 1921 in Nienburg/Weser), ehemaliger SS-Unterscharführer, von 1942 bis 1944 im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz tätig. Vom Landgericht Lüneburg wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen am 15. Juli 2015 zu vier Jahren Haft verurteilt. Der Täter war zu diesem Zeitpunkt xx Jahre alt und hatte xx Jahre in De in Freiheit gelebt.
  1. Vergl. dazu Harald Welzers Beiträge

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