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Edigheim ist ein Stadtteil/Viertel mit über 8.000 Einwohnerinnen im Stadtbezirk Oppau der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein in Rheinland-Pfalz. Benachbart ist südwärts der Stadtteil/Viertel Oppau und im Osten die BASF. Nördlich liegt der Stadtteil Pfingstweide, westlich die Stadt Frankenthal. Der Rhein fließt ca 1 bis 2 km östlich davon in Nord-Süd-Richtung. Dort befindet sich mit dem Landeshafen der Schiffs-Anlieferungsterminal der BASF.

2014: Bei einer Gasexplosion in Edigheim und Oppau am 23.10., Donnerstag, hatte sich gegen 12.30 Uhr Erdgas entzündet und einen Großbrand ausgelöst.

Genauer Ort: in Edigheim, Oppauer Straße an der Ecke Jakob-Scheller-Straße am Ortsrand hin zu Oppau. Auf der nördl. Straßenseite. Erste Bilanz: ein Toter, vier mit Verbrennungen schwerverletzte Bauarbeiter und 22 bis 26 weitere Verletzte aus der Nachbarschaft. Diese Meldung wurde am Freitag korrigiert — hier heißt es: Ein Toter, zwei der drei Schwerverletzten werden künstlich beatmet. 20 weitere Verletzte. Vermisste sind nicht gemeldet. Der Polizei wurden bisher 38 beschädigte Wohnungen und 80 beschädigte PKW gemeldet. Benachbart ist westl. ein Wohnblock und östl. ein Lidl-Supermarkt jenseits von einem beschrankten Bahnübergang (dieser Markt war am Samstag wieder geöffnet). Weiter im Westen steht der E. Wasserturm. Die zwischen beiden Orten liegende Bahntrasse führt nordwärts zum Kombi-Verkehrsterminal der BASF (in ca. 500 m Entfernung, nach der Unterführung unter Ostring und der autobahnähnlich ausgebauten L532). Die Bahntrasse ist im Bereich der Unglücksstelle durch eine Lärmschutzwand zum Unglücksort hin abgeschirmt. Der Straßennamen der von West nach Ost laufenden Oppauer Straße ändert sich im Ortsteil Oppau in Edigheimer Straße.

Rund 50 Häuser sind bei der Explosion auch durch die große Hitzestrahlung in einem Umkreis von 300 Metern beschädigt worden (siehe Korrektur oben). Ein Teil, besonders ein ganzer angrenzender Wohnblock, kann nicht mehr bewohnt werden. In einem Haus entstand ein Folgebrand. Betroffen sind Menschen und Häuser in beiden Stadtteilen.  

Ablauf Bearbeiten

Bei Reparaturarbeiten durch die fünf Arbeiter ist es zu dem Unglück gekommen. Bei einer Kontrolle an der Leitung, durch die das Gas mit einem Druck von 67 bar strömt, seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Darum habe das zuständige Unternehmen die Leitung freigelegt, um daran zu arbeiten. Es wurde noch nicht an der Leitung selbst gearbeitet. Es ist eine von zwei Gashochdruckleitungen der Firma Gascade, die die gesamte Region versorgen. Zuständig vor Ort sind als Energieversorger die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL).

Folgen Bearbeiten

In der Folge gab es einen Krater mit sechs Meter Tiefe und einem Durchmesser von zehn Meter. Er lief zunächst mit Wasser aus einer zerstörten Leitung voll und musste ausgepumpt werden. Bei dem dadurch sinkenden Wasserdruck auf die Leitung konnte erneut Gas ausweichen. Rund 200 Haushalte in der Edigheimer Straße in Oppau sind von der Wasserversorgung abgeschnitten. Bei der Explosion waren auch zwei Glasfaserkabel der Telekom beschädigt worden. Die Stadtteile im Norden Ludwigshafens, Frankenthal und Worms waren zunächst (bis Freitag) ohne Telefonverbindung.

Am 26. Oktober 2014 14:15 meldet das RNF, dass die Gasleitung repariert worden sei (an dieser Stelle ausgetauscht) und wieder Gas transportiert.



Sonstiges

Es liegen Äußerungen von Bürgermeister van Vliet, Ministerpräsidentin Dreyer, Oberbürgermeisterin Eva Lohse (zunächst abw.),  Ludwigshafener Feuerwehrchef Peter Friedrich, Polizeichef Jürgen Schmitt vor.

Benachbarte Straßen in  Edigheim: Ostring, Werderstr., Siegfriedstr. Oppau: Humboldtstr, Max-Plank-Str, Ostring

Bei einer Kontrolle an der Leitung, durch die das Gas mit einem Druck von 67 bar strömt, seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Darum habe das zuständige Unternehmen die Leitung freigelegt, um daran zu arbeiten. Es ist eine von zwei Gashochdruckleitungen der Firma Gascade, die die gesamte Region versorgen.  Die Kasseler Gastransport-Firma Gascade ist ein Gemeinschaftsunternehmen von BASF und dem russischen Gazprom-Konzern.

Die Versorgungsleitung sei mit einem mobilen Untersuchungsgerät inspiziert worden. Der Apparat sei an einer Stelle nicht weitergekommen. Vor den Arbeiten sei die Leitung nicht stillgelegt worden, weil sie dann hätte geleert werden müssen. Es handele sich aber um eine Versorgungsleitung. Die Mitarbeiter der Baufirma hätten die Leitung freigelegt und rund um die Baustelle Spundwände eingezogen, als es aus bislang unbekanten Gründen zu der Explosion gekommen sei.

Die Wucht der Detonation war so gewaltig, dass noch in rund 100 Metern Entfernung Scheiben von Häusern und geparkten Autos platzten. Mehrere Fahrzeuge brannten völlig aus. Erst nach zweieinhalb Stunden hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle. Es waren Kräfte aus LU, BASF, MA und HD im Einsatz.

Presse, Weblinks Bearbeiten

Die Lokalzeitung ist die www.rheinpfalz.de, lokaler Fernsehsender sind swr-Studio Mannheim und RNF.

Geschichte wie Oppau Bearbeiten

1913 eröffnete die BASF dort ein weiteres Werk. Der ältere Wohnort O. wurde 1928 mit der Gemeinde Edigheim vereinigt. 1938 wurde Oppau als Bezirk nach Ludwigshafen eingemeindet.

1921 ereignete sich in die Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes] am 21. September 1921. Sie gilt als die größte Industriekatastrophe in der deutschen Geschichte (561 Tote). 1922 bis 1925 hatte der Architekt Albert Boßlet die Gesamtleitung für den Wiederaufbau des zerstörten Oppau.

1948 - Die Kesselwagenexplosion in der BASF ereignete sich am 28. Juli 1948 in Ludwigshafen auf dem Gelände des Chemiewerks BASF, das zu dieser Zeit noch unter der Zwangsverwaltung der französischen Besatzungsmacht stand. Artikel bei Wikipedia

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