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Egon Eiermann (geb. am 29. September 1904 in Neuendorf (heute Teil von Potsdam-Babelsberg); gest. am 19. Juli 1970 in Baden-Baden; mit allen Namen: Egon Fritz Wilhelm E.) war Architekt und Hochschullehrer, aber auch Möbeldesigner . Er steht für die Architektur der Nachkriegsmoderne. Eiermann war nach dem Zweiten Weltkrieg ordentlicher Professor im Fachbereich Architektur der Technischen Hochschule Karlsruhe.

Familie Bearbeiten

Egon Eiermanns Vater stammte aus Buchen im Odenwald. Er war Konstrukteur bei der Lokomotivenfabrik Orenstein & Koppel in  Nowawes. Seine Mutter war die Berlinerin Emma Gellhorn.

Er war deren erstes Kind und hatte eine jüngere Schwester.

1940 heiratete er die Innenarchitektin Charlotte E. geborene Friedhelm. Sie hatten einen Sohn.

 

Berufl. EntwicklungsschritteBearbeiten

  • Ab 1931 entwarf er in einem zusammen mit Fritz Jaenecke gegründeten Büro zunächst diverse Wohnhäuser in Berlin und Umgebung.[1]
  • 1946 bis 1948 war er zunächst selbstständiger Architekt in Mosbach im Odenwald. * 1951 bis 1953 wurde im Pforzheimer Stadtteil Arlinger nach Plänen von Eiermann die Matthäuskirche erbaut.
  • Auf Studienreisen in die USA lernte er 1950 Walter Gropius und Marcel Breuer kennen, 1956 auch Ludwig Mies van der Rohe.
  • In Zusammenarbeit mit Sep Ruf entstand der Deutsche Pavillons für die Expo 58 / die Weltausstellung in Brüssel von 1958. 
  • 1967 entstand unter Eiermanns Leitung ein Anbau für das Hotel Prinz Carl in Buchen (Odenwald). Dieser stark funktional orientierte Bau mitten in einer kleinteiligen Fachwerk-Altstadt ist heute noch einschließlich der selbst entworfenen Zimmerinnen- und der Einrichtungs-Gegenstände erhalten und noch weitgehend in Betrieb. Geplant wurde 1963 bis 1965. Die örtliche Bauleitung hatte Roland Müller aus Hettingen.
  • Von ihm auch das Abgeordneten-Hochhaus des Deutschen Bundestags in Bonn (1965–1969), Langer Eugen entsteht


Curr. vitae, Bio Bearbeiten

1904 Geboren am 29.09. in Neuendorf (heute zu Babelsberg), Kreis Teltow
bei Berlin
1922 Abitur am Althoff-Gymnasium in Nowawes (bei Berlin)
1923-1927 Architekturstudium an der Technischen
Hochschule Berlin. Diplom
1925-1928 Meisterschüler bei Hans Poelzig
1925 Filmbauten bei der UFA in Babelsberg
1928-1929 Architekt im Baubüro der Karstadt AG in Hamburg
1929-1930 Architekt bei der BEWAG Berlin (Umspannstation Kraftwerk Steglitz, sonst Innenarchitektur)
1931-1945 Selbständiger Architekt in Berlin (vorrangig Industriebau; Herbst 34 Anstellung von Günther Andretzke; Ladenumbauten, Einfamilienhäuser)
1931-1934 zunächst in Bürogemeinschaft mit Fritz Jaenecke (Wohnhausumbauten, Wettbewerbe für Typenhäuser)
seit 1931 Mitglied des Werkbundes und des BDA (1933)
1941

Bühnenbildentwürfe für das Staatliche
Schauspielhaus am Gendarmenmarkt in Berlin

1943

1945

Planung Ausweichkrankenhaus Beelitz (vgl. Beelitzer Baracke)  

Zerstörung des nach Beelitz verlegten Büros in den letzten Kriegstagen,

Flucht nach Buchen, der Geburtsstadt des Vaters, Bau von Übergangswohnheimen

1946 Als selbständiger Architekt in Mosbach im Odenwald,
ab 1948 in Karlsruhe 
1946-1965 Bürogemeinschaft mit Robert Hilgers
1947 Berufung auf einen Lehrstuhl für Architektur an der
TH Karlsruhe, Manifest "Ein Aufruf: Grundsätzliche Forderungen" zum Städtebau gemeinsam mit 39 anderen Architekten
1951 Gründungsmitglied des Rates für Formgebung
1955 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin
1962 Berliner Kunstpreis für Architektur
1962 Mitglied des Planungsrates für die Neubauten des
Bundestages und Bundesrates, Bonn
1963 Honorary Corresponding Member des Royal
Institute of British Architects, London
1965 Ehrendoktor der Technischen Universität Berlin
1968 Großer Preis des BDA. Großes
Bundesverdienstkreuz
1970 Mitglied des Ordens Pour le Mérite für
Wissenschaft und Künste der Bundesrepublik
Deutschland
1970 Gestorben am 19. Juli in Baden-Baden

Beispiele von BauwerkenBearbeiten

( in Arbeit )
  • 1929, Umspannwerk Berlin-Steglitz
  • 1931, Wohnhaus Hesse
  • 1934, Geschäftsstelle und Filialen Grieneisen
  • 1935/36, Wohnhaus Dienstbach, Berlin
  • 1937, Ausstellungshalle einer NS-Propagandaausstellung in der Haupthalle am Funkturm
  • 1938, Fabrikgebäude Auergesellschaft, Berlin
  • 1963, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin (Bauzeit 1957/63)
  • 1968, Verwaltungsgebaude Hochtief AG, Frankfurt am Main (Bauzeit 1964/68)
  • 1969, Abgeordnetenhochhaus des Deutschen Bundestages, Bonn (Bauzeit 1965/69)
  • 1972, Hauptverwaltung IBM Stuttgart Vaihingen
  • 1972, Verwaltungs- und Ausbildungszentrum der Deutschen Olivetti, Frankfurt am Main (Bauzeit 1967/72)

Medien, Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Beispiele werden hier genannt

Siehe auch Bearbeiten

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