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Ehrenfriedhof (Heidelberg, 1934 - Fritz Haller und Paul Bonatz)

  • Kriegsgräber
  • 530 + 2132 (nur die Namen) WK1
  • und
  • 800 WK2 (überwiegend in der Hain-Anlage am Westrand)

Der Grundriss der ursprünglichen Anlage ähnelt dem einer mittelalterlichen Kathedrale. Die Hauptachse weist in die Rheinebene.

Am altarähnlichen Stein im Zentrum der Anlage wurde das Hakenkreuz entfernt und eine Inschrift angebracht.

Man beachte auch die Duplizität dieser Lage mit der Thingstätte auf dem Heiligenberg auf der anderen Talseite.

Lage: Am Promenadenweg auf dem Ameisenbuckel oberhalb von Südstadt und Rohrbach, Nähe Klinik Speyrer Hof

• Zum Ehrenfriedhof (Heidelberg; bei via-monu…)

Zitate ebd:

Am Sonntag, den 28. Oktober 1934 um 21.30 Uhr feierliche Einweihung. Die Überführung von 485 deutschen und 26 russischen Soldaten vom Zentralfriedhof erfolgt am 1. November, also an Allerheiligen, “in großer und feierlicher Form” wobei “die soldatische Form im Vordergrund stehen soll”. Einen Tag später, an Allerseelen, folgt die kirchliche Weihe statt.

Hinter dem Altar/Steinquader bildet eine halbkreisförmige Mauer den Abschluss der Anlage im Nordwesten. Weite Blick in die Ebene und zum Neckartal.

Die Vorgeschichte
Die Vorgeschichte des Ehrenfriedhofs fällt in die Anfänge des 1. Weltkriegs. Der nur wenige Monate vor Beginn des ersten Weltkriegs in Teilen angelegte “Zentralfriedhof” sollte nach seiner Fertigstellung die überfüllten Stadtteilfriedhöfe Heidelbergs entlasten. Der Krieg bewirkt, dass nur ein Teil der Friedhofsanlage fertiggestellt wird und hier nur die in Heidelberger Lazaretten verstorbenen Soldaten in einem Teilbereich, der zur “würdigen Heldenstätte” umgestaltet wird, bestattet werden. Nach dem 1. Weltkrieg werden 78 Soldaten verschiedener Nationen und 4 deutsche Soldaten auf die heimatlichen Friedhöfe überführt und dort beigesetzt. Grundwasserprobleme durch den 1924 angelegten Neckarkanal machen eine Nutzung des Friedhofs unmöglich und die hier verbliebenen Soldaten sollen nun auch umgebettet werden.
1933 beginnt man mit der Anlage des ersten Ehrenfriedhofs des “neuen, nationalsozialistischen Deutschlands”. Das Ergebnis ist eine streng symmetrisch, Nordwest/Südost, ausgerichtete Anlage mit einem über 250 Meter langen und 10 Meter breiten gekiesten Zugang.

Platz an der Mittelachse, den man über zwei breite Treppenabsätze betritt. Der Platz wird seitlich von je 10 großen Sandsteinquadern begrenzt, die mit den Namen der Heidelberger Opfer des 1. Weltkriegs beschriftet sind. An den Begrenzungsmauern rechts und links des Zugangs sind weitere 8 Sandsteinquader mit Namensinschriften aufgestellt (insgesamt 2132 Namen).

Hinter den seitlich zur Mittelachse aufgestellten Sandsteinquadern, abgeteilt durch einen Rasenstreifen und Bäumen, befinden sich, in je 4 Reihen angelegt, die Gräber der vom Zentralfriedhof übergeführten Soldatenüberreste des 1. Weltkriegs. Jedes der Gräber wird durch ein Sandsteinkreuz mit eingehauenen Lebensdaten gekennzeichnet (520 Kreuze).


(Ehrenmal) Gegenüber dem Zugang fällt der Blick auf einen stattlichen Steinquader, der auf einem flachen, mehrstufigen Podest ruht und als Altar interpretiert werden kann. Das einst in die Front eingehauene Hakenkreuz wurde nach dem 2. Weltkrieg entfernt. Heute ist auf der Stirnseite zu lesen “ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER / VON KRIEGEN, GEWALT UND UNRECHT / IN ALLER WELT”.

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