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Wer denkt noch daran? Flüchtlinge im Neckar-Odenwald-Kreis (NOK, BCH, MOS) - das ist bereits Geschichte. Aber zwischen 1945 und 1950 kamen viel mehr Flüchtlinge bei uns an - etwa 45.000 -  und sie wurden integriert. Ja, es hat gedauert. Aber nur wenige Jahre. Wie lief das damals?

Und was kam danach? Viele Einheimische und vor allem die Vertriebenen hofften zuerst auf eine baldige Rückkehr der Flüchtlinge in ihre alte Heimat, was aber nie mehr passierte. Sie wurden integriert. Dabei war das sog. Wirtschaftswunder eine große Hilfe.

Ein Buch mit vielen Aspekten zu diesem Thema

  • Christian Jung u. a: Zukunft mit Heimweh. Integration und Aufbauleistung der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge im Neckar-Odenwald-Kreis. verlag regionalkultur, Buchen. 2013. Hrsg: Kreisarchiv des Neckar-Odenwald-Kreises. ISBN 978-3-89735-700-6


siehe auch aktuell : Netzwerk Neckar Odenwald

Vorstellung durch den VerlagBearbeiten

Nach 1945 gelangten in Folge des Zweiten Weltkriegs mehr als 45.000 Menschen aus Ost- und Südosteuropa in den heutigen Neckar-Odenwald-Kreis. Nach strapaziösen und teilweise traumatisierenden Erlebnissen während der Flucht und der Vertreibung begannen sie hier eine neue Zukunft mit Heimweh.

Ihre Geschichten vom Neuanfang in einer unbekannten Gegend erzählt dieses Buch auch mit Hilfe von authentischen Zeitzeugenberichten und bisher unveröffentlichten Bildern. Dabei kommen sowohl die Neubürger und ebenso die aufnehmende Bevölkerung zu Wort.

Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945/46 aus dem Territorium östlich der Oder-Neiße-Linie sowie aus den ost- und südosteuropäischen Siedlungsgebieten hatte gravierende Auswirkungen für die Gemeinden im Odenwald, im Bauland und am Neckar. Die Aufnahme von tausenden Menschen in kürzester Zeit war ein Kraftakt ohnegleichen.

Trotz schwieriger ökonomischer und sozialer Rahmenbedingungen gelang diese Mammutaufgabe (von heute aus betrachtet) in geradezu vorbildlicher Weise.


Bei der wenige Tage dauernden Erstaufnahme nutzte die damalige Landesverwaltung ehemalige NS-Einrichtungen, Kasernen und SS-Lager in der Nähe von Bahnhöfen überall im Land. Dort wurden die Menschen registriert, entlaust und medizinisch versorgt. Danach verteilte man die Flüchtlinge sofort auf umliegende Städte und Gemeinden, auch noch gemeinsam vertriebene Dorfgemeinschaften wurden getrennt.

InhalteBearbeiten

Inhalt Kapitel 1: Ankunft, Notunterbringung und Wohnsituation ....................34

Kapitel 2: Sozialstruktur, Arbeitsmarkt und Siedlungspolitik ................134

Kapitel 3: Gesellschaftliches und politisches Engagement der Heimatvertriebenen ..........194

Kapitel 4: Kirchliches und kulturelles Engagement der Heimatvertriebenen ..................................230

Kapitel 5: Beruflicher und wirtschaftlicher Erfolg als Zeichen des „Angekommenseins“ ................262

Kapitel 6: Begegnungen mit den Einheimischen .........................................298


Vorwort (Christian Jung) ................................................................................ 3

Geleitwort (Landrat dr. Achim Brötel) .......................................................11

Geleitwort (KreisarChivar aLexander rantasa) ..........................................................13

Einführung (Christian Jung) ...........................................................................19

Verkündung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen 5. August 1950 .................................32

Verteilung der Heimatvertriebenen (Christian Jung) ...................................................35

Schicksale auf DIN A 4: Die Vertriebenenlisten des Übergangslagers Neckarzimmern von 1946 (aLexander rantasa) ............................ 65

Unfreiwillige Reisen nach Neckarelz. Die Geschichte des Lagers „Hohl“ und seine unterschiedliche Nutzung um das Jahr 1945 (toBias marKowitsCh) ....................................................... 71

Die Unterbringung und Wohnsituation der Flüchtlinge und Vertriebenen in den Nachkriegsjahren (KarL heinz neser) ........................................ 86

Vertreibung aus Agendorf und Ankunft in Oberschefflenz (miChaeL Böhm sen.) .....101

Die Flucht aus Bácsalmás (BarBara harton) ..................................................................111

Die Vertreibung aus Pesthidegkut (eLisaBeth und maria stadtmüLLer) .......................114

Meine Odyssee im Jahre 1945 (Erinnerungen von 1982, gekürzt) (martha eiBner) .......................................................................118

Die Bedeutung der Vertriebenen für den Arbeitsmarkt und den wirtschaftlichen Aufschwung im heutigen Neckar-Odenwald-Kreis (Christian Jung) .......135

Sozialstruktur der Flüchtlinge und Vertriebenen in den Nachkriegsjahren: Berufe und Arbeitsmarkt (Karl Heinz Neser) ...........................167 Der Neckar-Odenwald-Kreis als ehemaliges „Notstandsgebiet“ des Landes (KarL heinz neser) .........................................................................................175 Annemarie Bader: Porträt einer Heimatvertriebenen (Christina thenuwara) .....185 Zeitzeugenporträt von Elisabeth Heiß (Christoph erBeLding) .................................189


Kapitel 3: Gesellschaftliches und politisches Engagement der Heimatvertriebenen ..........194 Vereinswesen (Christian Jung) .................................................................195

Das Engagement der Flüchtlinge und Vertriebenen in den politischen Parteien und Verbänden (KarL heinz neser) ..........................................198

Kulturgut bewahren und Brücken bauen. Zum Wirken der Landsmannschaften im Neckar-Odenwald-Kreis (gerhard Layer) .......................208

Zeitzeugenporträt von Josef Schaffer (Jérôme J. Lenzen) ...........................................220

Zeitzeugenporträt von Franz Böhm (matthias wiegand) .........................................223

Zeitzeugenporträt von Magdalena Hauser (gina FuhriCh) ......................................226

Kirche und Religion (Christian Jung) ............................................................................231

Die soziale und kirchliche Integration der Vertriebenen im Neckar-Odenwald-Kreis (manFred Leitheim) .........................................................236

Josef de Ponte – Kunstlehrer in Mosbach und ein Großer der Kunstszene (manFred Leitheim) ..................................................................245

Drei heimatvertriebene Künstler: Istvan von Somogyj, Istvan Palosy und Dénes von Szebeny (gerLinde trunK) ..251

Zeitzeugenporträt von Johann Pischinger (heLmut gehrig) ....................................254 Zeitzeugenporträt von Klaus Lüning (heLmut gehrig) ............................................259

Fritz Baier – ein „Vertriebener“ macht Karriere (Christian Jung) ..........................263

Die Geschichte der Familien Karl und Siegfried Schröpfer aus Mudau (simone sChöLCh) ...........................................................................................268


Die Bedeutung des „Bauens“ (Christian Jung) ............................................................283

Integration am Beispiel meiner Familie (hans Kröninger) ..........................................289

Von Niederschlesien über Norddeutschland nach Mosbach (hans BeCKert) .............295


Kapitel 4: Kirchliches und kulturelles Engagement der Heimatvertriebenen .....................................................................230


Kapitel 5: Beruflicher und wirtschaftlicher Erfolg als Zeichen des „Angekommenseins“ ...........................................262


Kapitel 6: Begegnungen mit den Einheimischen .........................................298


Die Vertriebenen (Christian Jung) ..................................................................................299


Archivsplitter und ein besonderes Erlebnis (Christian Jung) ...................................309

Hettingen und Pfarrer Heinrich Magnani (Christian Jung) ....................................314

Versorgungslage und Zusammenleben (Christian Jung) ...........................................330

Nicht willkommen? – Zur Integration der Heimatvertriebenen in Neudenau (heLmut gehrig) .........................340

Tagebuchaufzeichnungen über die Ankunft von Heimatvertriebenen in Hüffenhardt (anneLiese sChneider) .........................................352

Kindheit und Jugend von Heimatvertriebenen in Oberschwarzach (Britta mayerhöFer) .............................................................................................................357 Elisabeth Huthert – Eine „einheimische“ Zeitzeugin berichtet (Christine BuCh) ...................................................................................................................362 Zeitzeugenporträt von Leo Wirth (raLph höger) .......................................................368


Gleich hinter Karlsruhe beginnt Schlesien (andrea LieBers) ....................................373


Mit dem Hausbau verschwand das Heimweh (miChaeL ihrig) ..............................376



Zusammenfassung und Fazit (Christian Jung) ............................................................381


Statistisches Material zum heutigen Neckar-Odenwald-Kreis aus den Nachkriegsjahren (Christian Jung) ..........389


Personenregister .........................................................................................406

Ortsregister ..............................................................................................413


Quellenverzeichnis .............................................................................................................423


Literaturverzeichnis ...........................................................................................................424

Abkürzungsverzeichnis ..................................................................................437


Mitarbeiterverzeichnis .................................................................................438

WeblinksBearbeiten

Flüchtlinge heute Bearbeiten

Die Flüchtlinge der Jahre 2013, 2014, 2014 kommen aus Nordafrika, Syrien, dem Irak und … . Ein Unterschied zu damals. Sie sprechen eine andere Sprache. Sie haben keine "gemeinsame jüngste Vergangenheit". Wie werden sie behandelt? Sagen Grundgesetz und Volksmeinung das Gleiche? Wo gibt es Probleme, die gelöst werden müssen?

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