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Die, heute evangelische, Heiliggeistkirche aus dem Mittelalter ist die bekannteste Kirche Heidelbergs. Sie steht am Marktplatz im Zentrum der Altstadt (mit dem Chor, Gebäudeteil mit Altar). Dort gegenüber steht das Rathaus.

Die Hauptstraße führt an ihrer Längsseite vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite steht das älteste erhaltene Wohngebäude Heidelbergs, das Hotel zum Ritter.


An die Kirche angelehnt stehen noch heute eine Reihe von Kramerläden (vor allem Bücher-, Souvenierhändler) zwischen den Wandstützpfeilern.


Das Kirchenschiff besteht aus dem Haupthaus mit 6 Jochbögen und zwei Seitenschiffen, über denen zwei Emporen "schweben". Von der Nordempore steigt man bei Besichtigungen zum Kirchendachboden und -turm über das dort außen liegende Treppenhaus.

Die steinernen Wasserspeier am Dach verkörpern Teufel und Fabeltiere.

1693, nach dem Brand, bekam der Westturm eine barocke Turmhaube und ein vierstimmiges Geläut.

Auf dem Schiff sitzt noch ein kleiner Dachreiter mit Doppelkreuz. Dort hängt nun die wieder gefundene Scheideglocke von 1712 (das Totenglöcklein).

GeschichteBearbeiten

Die Heiliggeistkirche wurde 1239 zum ersten Mal erwähnt. Bereits vorher hatte es zwei andere Kirchen an diesem Standort gegeben. Es handelte sich um eine spätromanische Basilika, die später gotisch umgestaltet wurde. 1398 wurde der Grundstein für die heutige spätgotische Kirche gelegt. Die Kirche wurde dann bis 1515 errichtet und war als Grablege der Kurfürsten von der Pfalz besonders repräsentativ geplant. Der Chor mit seinen riesigen Glasflächen wurde bereits 1411 als Kirche geweiht.

1703 wurde in der Kirche eine Trennmauer errichtet, um sie als Simultankirche für zwei Konfessionen nutzen zu können. Die Protestanten nutzen ab da bis 1936 den Chor. 1812 wurde eine neue Orgel eingebaut.

MedienBearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Gottfried Seebaß, Volker Sellin, Hans Gercke, Werner Keller, Richard Fischer (Hrsg.): Die Heiliggeistkirche zu Heidelberg 1398-1998. Umschau Buchverlag, 2001. ISBN 978-3829563185
  • Mathias Köhler: Heiliggeistkirche Heidelberg. Schnell Kunstführer Nr. 1184, 4. Auflage 2006, ISBN 3-7954-4908-1

Weblinks Bearbeiten

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