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Hermann Philipp Detzner (* 16. Oktober 1882 in Speyer; † 11. Dezember 1970 in Heidelberg) war ein Hauptmann im Auftrag der deutschen Kolonialverwaltung in Deutsch-Neuguinea und Schriftsteller. Er versteckte sich 1914 mit wenigen Männern vier Jahre im Busch von Neuguinea und kapitulierte erst nach Ende des Ersten Weltkriegs im November 1918.

Hermann Detzner unternahm mach eigenen Angaben drei Versuche das neutrale Niederländisch-Neuguinea zu erreichen. Missionare der in der Nähe gelegenen Neuendettelsauer Dakonie-Mission versorgten ihn u.a. mit Lebensmitteln, Büchern und englischen Zeitungen. Am Ende des Ersten Weltkriegs. Hermann Detzner schrieb einen Brief an den befehlshabenden australischen Offizier in Morobe, in dem er seine Kapitulation anbot. Er wurde mit Respekt behandelt. Sein 1921 veröffentlichtes Buch Vier Jahre unter Kannibalen. Von 1914 bis zum Waffenstillstand unter deutscher Flagge im unerforschten Innern von Neuguinea, brachte ihm in Deutschland Popularität ein. 1932 musste Herrmann Detzner eingestehen, dass er in seinem Buch wissenschaftliche Erkenntnisse und Fiktion vermischt hatte. Detzner zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Er siedelte nach Heidelberg um, wo er als Geschäftsführer eines Verlagshauses tätig war, und 1970 im Alter von 88 Jahren starb. (Jürgen Ritter: Der Münchhausen der Südsee., Der Spiegel)

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