Fandom

Rhein-neckar-indushistory- Wiki

Jakob Ott

1.605Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Kommentare0 Teilen

Der Mannheimer Sozialdemokrat Jakob Ott bildete mit anderen eine illegale und aktive Widerstandsgruppe gegen das NS-Regime. Er wurde in Hundsbach am 26. März 1903 geboren. Gestorben am 21. Mai 1966. Gelernter Zimmermann.


So funktionierte die Mannheimer Widerstandsgruppe um J. Ott


Was wissen wir noch über ihn und die anderen?

Auf der Website widerstandsausstellung.m-o-p.de steht:


Ott war eine der etwa 40 bis 50 Personen, die am 11. Mai 1933 in der Neckarstadt bei einer angemeldeten Versammlung verhaftet wurden. Er wurde als Vorsitzender der Zahlstelle ins KZ Heuberg, Ulm, gebracht. Glaubte man vorher noch mit demokratischen Mitteln die NSDAP bekämpfen zu können, führten die ersten Verhaftungswellen zur Erkenntnis, dass es nur noch illegale politische Aktivitäten oder den Weg in die [[Emigration[[ geben konnte.

Nach 5 Monaten aus dem KZ entlassen wurde er einer der führenden Organisatoren sozialdemokratischen Widerstands im Mannheimer Raum. 1934 leitete er die illegale Organisation und konnte sich einer erneuten Verhaftung nur durch seine Flucht ins Saarland und dann nach Frankreich entziehen. Er leitete dort eine Vertrauensstelle der „Sopade“ in Montlucon , die etwa 100 Emigranten betreute. Er trat 1939 in die frz. Armee ein. Beim Einmarsch deutscher Truppen wurde Ott verwundet, kam als französischer Kriegsgefangener unter falschem Namen (Edmund Foulét) in ein Lazarett und wurde nach seiner Genesung als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt, wo er bis 1945 unerkannt blieb.

Nach Kriegsende ging er zurück nach Frankreich und der Wiederherstellung seiner Identität war er ab 1947lange Jahre in Mannheim als Parteisekretär der SPD für den Stadt- und Landkreis tätig und gehörte von 1948 bis zu seinem Tod 1966 dem Mannheimer Gemeinderat an.

Was ist über den Widerstand in MA heute noch bekannt? Bearbeiten

„Hitler bedeutet Krieg“. Das war 1932/1933 die Meinung vieler, sehr vieler. Und doch waren sie zu wenig, die sich mutig, ja todesverachtend, gegen die Diktatur des Dritten Reiches gestellt haben.

Um so mehr verdienen die mutigen, aus heutiger Sicht heldenhaften, Frauen und Männer des Widerstandes unsere Anerkennung. Sie dürfen nicht vergessen werden, ihnen gebührt unser aller Dank.

60 Jahre waren es 2002 her, dass die bekannteste Mannheimer „Widerstandsgruppe Lechleiter“ hingerichtet wurde.

Deshalb diese Ausstellung gerade jetzt. Sie soll aber nicht nur diesen Frauen und Männern ein ehrendes Andenken bewahren, sondern allen, die Opfer und Leidtragende des Hitlerregimes geworden sind.

In Mannheim konnten 1.323 Widerstandskämpfer namentlich erfasst werden. Dabei sind darüber hinaus viele, die nicht in die Hände der Polizei gefallen sind, nur in Ausnahmefällen bekannt geworden.

85 Mannheimer mussten ihren Einsatz mit dem Leben bezahlen. Jeder von ihnen hätte eine eigene Würdigung verdient. Das ist aus technischen Gründen leider nicht machbar. Deshalb stehen die in der Ausstellung genannten Personen und die Schilderungen über Einzelheiten stellvertretend für alle, die in irgendeiner Form unter der NS-Diktatur zu leiden hatten.


Diejenigen, die das „1000jährige Reich“ miterlebten und überstanden, werden immer weniger. Junge Bürgerinnen und Bürger sollen durch diese Aufzeichnungen aber etwas aus dieser Zeit erfahren, zumal der Widerstand in den Geschichtsbüchern nicht die eigentlich nötige Beachtung findet.

Gegenständliches Material steht kaum zur Verfügung. Deshalb müssen Daten und Texte aus vorhandenen Quellen die damalige Situation den Besuchern nahe bringen. Dabei besteht die Gefahr der Überforderung, obwohl versucht wurde die Aussagen sehr zu komprimieren. Die Reduzierung kann natürlich zu dem Vorwurf führen, dass vieles unvollständig ist oder keine Erwähnung findet. Sollte man aber deswegen auf die Ausstellung verzichten? Wir entschuldigen uns für „zu viel und für zu wenig“. Wir nehmen Kritik und Ergänzungen zur Ausstellung gerne entgegen. Um Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich über die Ausstellung hinaus mit dem Thema befassen zu können, werden in dieser Broschüre weitere Einzelheiten, die Widerstand und Verfolgung anschaulich machen und zu eigenem Nachlesen an regen sollen, in handlichem Format wiedergegeben.

Der Rundgang durch die Ausstellung kann nur ein Anreiz sein, sich mit der Geschichte von 1933-1945 und namentlich mit dem Widerstand eingehender zu beschäftigen. Es gibt darüber eine umfangreiche Literatur. Empfehlenswert sind vor allem:

  • „Verfolgung und Widerstand unter dem Nationalsozialismus in Baden“ von Dr. Jörg Schadt, herausgegeben vom Stadtarchiv Mannheim und speziell das im Auftrag der Stadt Mannheim von
  • Erich Matthias (†) und Prof. Dr. Hermann Weber herausgegebene Buch „Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Mannheim“,

aus dem im Wesentlichen Namen, Daten und Einzelheiten der Ausstellung entnommen sind.

Siehe auch überBearbeiten

  • Jakob Sommer (1893-1955), den Landtagsabgeordneten der SPD, der 1933 im März wie andere MdL in „Schutzhaft“ genommen wurden. (Nichts im Brockhaus Mannheim)
  • Haftbefehl gegen Wilhelm Michel,
  • xxxx
  • xxxxx


Literatur Bearbeiten

  • Brockhaus Enzyklopädie: Band Brockhaus Mannheim. 352 Seiten. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim, 2006. Seite 251 (ein knapper Absatz). ISBN 3-7653-0181-7. Das mehrbändige Lexikon Brockhaus-Enzyklopädie erstellte zum Stadtjubiläum einen Zusatzband als "Stadtlexikon" mit rund 1300 Stichwörtern und 500 Biografien von Mannheimer Persönlichkeiten und Originalen
  • Ulrich Nieß, Michael Caroli: Geschichte der Stadt Mannheim. Band 1: 1607–1801. Band 2: 1801–1914. Band 3: 1914–2007. Verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2006-2009, ISBN 978-3-89735-487-6
  • Hansjörg Probst, Kleine Mannheimer Stadtgeschichte, Friedrich Pustet, Regensburg 2005, ISBN 3-7917-1972-6


WWW

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki