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Wette-BuchBearbeiten

Es waren kaum 100 Soldaten, die sich gegen den Vernichtungskrieg und sein Mordprogramm für die Geschichtsbücher hörbar empörten. Diese Wenigen halten Millionen von gehorsamen Befehlsempfängern einen Spiegel vor das Gesicht.

Das Wette-Buch "Retter in Uniform: Handlungsspielräume im Vernichtungskrieg der Wehrmacht" (2002 - 3. Auflage, ISBN 3596152216) nennt u.a.:

  • Anton Schmid (1900–1942. Einer der seltenen Fälle, wo es zu einer Bestrafung kam. Am 25. Februar 1942 wurde er in Wilna in einem Kriegsgerichtsverfahren zum Tode verurteilt und am 13. April 1942 erschossen. 2000 wurde nach ihm die Kaserne der Bundeswehr in Rendsburg benannt.)
  • Wilm Hosenfeld (* 2. Mai 1895 in Mackenzell bei Fulda; † 13. August 1952 im Kriegsgefangenenlager Stalingrad; wird seit 2005 in Pl geehrt; Szpilman)
  • Heinz Drossel  (* 21. September 1916 in Berlin; † 28. April 2008 in Waldkirch) 
  • Max Liedtke  (* 25. Dezember 1894 in Preußisch-Holland, ehemaliges Ostpreußen; † 1955 in sowjetischer Gefangenschaft bei Swerdlowsk. Er wurde 1993 vom Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet.) 

Am 24. Oktober 1941 wurde ein Runderlass des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) veröffentlicht, der denjenigen „deutschblütigen Bürgern“ eine Schutzhaft von drei Monaten androhte, die „in der Öffentlichkeit freundschaftliche Beziehungen zu Juden“ erkennen ließen. Den „deutschblütigen Volksgenossen“ wurde beim Abholen der Lebensmittelkarten ein Flugblatt ausgehändigt, das diesen Erlass im Wortlaut enthielt.

Im Gegensatz zum besetzten Polen mussten „Judenretter“ im Deutschen Reich nicht mit einer Todesstrafe rechnen. Aber schon die Haft in einem Konzentrationslager war damals für jeden klar ersichtlich mit unabsehbaren Folgen für Gesundheit und Leben verbunden.

Nach dem Krieg wurde HelferInnen kein Anspruch auf Entschädigung nach dem Bundesentschädigungsgesetz zugestanden. Ihre Hilfeleistung wurde nicht als Widerstandshandlung anerkannt, sofern sie nicht inhaftiert worden waren.


Eine Ausnahme blieb die vom Innensenator Joachim Lipschitz veranlasste Ehrungsinitiative des Berliner Senats, in deren Verlauf zwischen 1958 bis 1966 nachweislich 738 Personen öffentlich als Helfer geehrt und bei Bedürftigkeit auch finanziell unterstützt wurden. Diese Zahl für ein einzelnes Bundesland lässt aufhorchen.

Der Fall des Eduard SchulteBearbeiten

Der Großindustrielle Eduard Schulte (* 4. Januar 1891 in Düsseldorf; † 6. Januar 1966 in Zürich, größter deutscher Zinklieferant Giesches Erben, einer der Wehrwirtschaftsführer) rettete durch persönlichen Einsatz nicht nur eine befreundete Familie, sondern sein Fall ist dadurch beachtenswert, weil er, durch Weitergabe authentischer und beweiskräftiger Informationen über die gesamten Judenvernichtungspolitik in Schlesien und besetzen Polen, insbesondere die beginnenden industriemäßig organisierten Vergasungen, die Alliierten frühzeitig (vergeblich) zum Eingreifen an diesem Punkt zu bewegen suchte. Er war mit amerikan. Familien vernetzt.

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