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Das  Wörterbuch, Glossar, Lexikon in Stichworten der Unwelt des Konzentrationslagers 



Ab (Wegtreten)
Alle heraus! (Kommando auf der Rampe, um die Waggons zu verlassen)
Alles dort lassen!
Alte Rampe

Appell

Appellplatz

Arbeitskommando

Aufnahme

Auschwitz I

Auschwitz II

Auschwitz III

Birkenau

Auschwitz-Album

Block 11
Blockältester
Blockführer
Brenner-Kommando
Buna

Bunker Nr. 1

Bunker Nr. 2

Deportation

Effekten

Effektenlager, Kanada

Erkennungsdienstliche Behandlung

Evakuierung

Frauenkonzentrationslager
Funktionshäftling

Galgen

Gaskammer

Geheime Staatspolizei (Gestapo)

Genickschuss

Gestapo

Häftlingsarzt
Häftlingskrankenbau, Revier, Krankenbau
Häftlingspfleger
Hunger — Verhungern lassen
Häftlingsnummer
der Häftlingsnummer 71.082, als Bspl.
das Nebenlager Buna/Monowitz
die IG Farbenkaufte bei der SS Sklavenarbeit ein
Das KZ Auschwitz I(Stammlager

Kommando Leichenträger - SS-Bezeichnung für die Häftlinge, die täglich die Leichname im KZ einsammeln mussten und zum Krematorium tragen. (Nicht verwechseln mit dem Kommando der Brenner (Heizer) im Krematorium)

das Konzentrationslager Mauthausen (bei Linz/Österreich) 

die beiden Nebenlager Melk und Ebensee. 

befreit zum Weiterleben (Trauma, Albtraum, posttraumatische Störungen), Überlebende / -er — engl. Survivor

HKB - Häftlingskrankenbau, vorletzte Station eines Häftlingskörpers im KZ
IG Farben
Judenrampe, im KZ nur Rampe
Judenrat

Kapo

Krematorium

Konzentrationslager, KL, KZ

Lagerältester
Lagergestapo
Liquidation

Männerlager

Melmergold

Mexiko

KZ Monowitz, Monowice

Muselmann, Muselmane
Mützewerfen
Neue Rampe

Pfleger

Phenol

Postenkette

Probevergasung

Quarantänelager
Rampe, Alte Rampe, Neue Rampe
Rapportführer
Reichssicherheitshauptamt
Rotes Haus
RSHA ( = Reichssicherheitshauptamt)

Sauna

Schutzhaft (Vorbeugehaft der Gestapo und SS)

Schutzstaffel (SS)

Schwarze Wand

Schwarzer Winkel

SDG

Selektion

Sonderkommando (Arbeitskommando von KZ-Häftlingen an den Gaskammern in A.)

Sport

SS-Apotheke
SS-Arzt
SS-Sanitätsdienstgrad
SS-Rang, z. B. Unterscharführer, Untersturmbannführer, Standartenführer, …
SS-Revier
SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt (WVHA)
SS-Zahnarzt

Stärkemeldung

Stammlager

Stehbunker

Strafkompanie

Tätowierung der Lagernummer, der Blutgruppe
Theresienstädter Familienlager
Todesmarsch

der Todesmarsch von Auschwitz in den 60 Kilometer entfernten Ort Loslau/Wodzisław Śląski (Oberschlesien)

auf Transport kommen

Überstellung

U. W.  (Unerwünschte Wiederkehr) 

Verlegung

Weißes Haus (Gaskammern)

Winkel — Grüner, Lila, Roter, Schwarzer … Winkel (Markierung versch. Gefangenenkategorien auf der Häftlingskleidung)

WVHA - Wirtschaftsverwaltungshauptamt der SS

Zigeunerlager

Zugang, das Gegenteil von Abgang - bzw. das Ziel der Nazis: Abgang in der Stärke-, Tagesmeldung, xx Häftlinge sind tot

Zyklon B

NS-Sprech allgemein Bearbeiten

LTI, Besonderheiten und Ausprägungen Bearbeiten

  • In großer Häufigkeit werden Wörter wie einmalig, einzig, gigantisch, historisch, total, ungeheuer oder Superlative verwendet, die bisher nicht erreichte Höhepunkte der jeweiligen Leistung suggerieren sollen.
  • Eine Variante davon ist der um Hitler veranstaltete Personenkult mit dem Hitlergruß.
  • Ausdrücke, die ursprünglich der technischen, medizinischen, biologischen Fachsprache entstammen, werden zum Teil in einem übertragenen (metaphorischen) Sinn verwendet. Es soll dadurch der Eindruck von wissenschaftlichen Grundlagen für die jeweilige Aussage entstehen.
  • Eine sachliche Ausdrucksweise dient eigentlich dazu, über Sachverhalte wertfrei zu informieren. Im Nationalsozialismus wird sie aber oft verwendet, um Grausamkeiten oder ekelerregende Taten zu beschönigen (Euphemismus, z.B. Endlösung der Judenfrage anstatt Tötung aller Juden in Europa).
  • Vielfache Anleihen der Nazipropaganda gibt es bei der kirchlichen Sakralsprache oder in dem Duktus von Reden; z. B. ewig, heilig, das nationalsozialistische Glaubensbekenntnis. Glauben wird anstelle von Wissen eingefordert. Die Antwort Sieg heil der "Massen" entspricht formal dem kirchlichen Wechselgesang, der als Ritual ja auf inhaltlicher Übereinstimmung beruht. Auch der Einsatz von "Liedern der Bewegung" wie "Die Fahne hoch ..." oder "heute gehört uns Deutschland, und morgen die ..." erinnert stark an die Bedeutung der Liturgie in den Kirchen. Vgl. Fahnenweihen mit der Blutfahne, Reichsparteitage.
  • Herabsetzende Äußerungen über politische Gegner basieren immer wieder auf Vergleichen aus der Tierhaltung und Schädlingsbekämpfung. Als Beispiel Hitler in Mein Kampf: „Der Jude ist und bleibt der typische Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt.“
  • Das neu geschaffene Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) übernahm schon ab März 1933 die inhaltliche Lenkung der Presse, der Literatur, der bildenden Kunst, des Films, des Theaters und der Musik reichsweit. Es übte mittels der Reichskulturkammer die Kontrolle über fast alle Bereiche der Kultur und Medien aus. Die Reichspressekammer war davon eine Unterorganisation. Außerhalb der parteieigenen Medien konnte damit auch der Staatsapparat zur Verbreitung der Ideologie genutzt werden, indem Zensur oder Fördermittel des Ministeriums die NS-parteikonforme Behandlung von Sport-, Kultur- und zwischenmenschlichen Themen in Spielfilmen erreichen konnte. Personalpolitik bis in einzelne Filmproduktionen wurde über die Reichsfilmkammer durchgesetzt.

Politische Ziele des Sprachgebrauchs Bearbeiten

  • Nutzung als Erkennungsmerkmal Gleichgesinnter
  • Schaffung einer emotionalen und Wertegemeinschaft
  • Innerparteiliche Formierung und Motivation der Mitgliedschaft, um weitergehende Maßnahmen gegenüber Gegnern oder zu verfolgenden Personengruppen vorzubereiten. In Extremis zu hören in Himmlers so genannter geheimen „Posener Rede“ vom 4. Oktober 1943 zur nachträglichen Rechtfertigung der Massentötungen. Sie kann als Beispiel bodenloser Sprachverdrehung je nach aktuellem politischem Zweck neuer Zielsetzung gehört werden.
  • Ausgrenzung Andersdenkender, Einschüchterung
  • Nach dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wurde der Hitlergruß verpflichtend für die Wehrmacht angeordnet, um damit deren Loyalität zu Hitler zu zeigen. Bis dahin galt die Wehrmacht als einer der wenigen Bereiche, wo man um den damit verbundenen Personenkult herumkommen konnte.
  • Propaganda der parteilichen Ziele insbesondere durch die Parteipresse (Völkischer Beobachter, Der Angriff. weitere siehe beim Parteiverlag Franz-Eher-Verlag, München, der die Spitze eines großen Pressekonzerns darstellte.)
  • zur Vermeidung inhaltlicher Argumentation, fast im wörtlichen Sinne eines Totschlagarguments (auch: Killerphrase)

Beispiele Bearbeiten

Siehe auch Bearbeiten

Nazism glossary der en-wp Bearbeiten

This is a list of words, terms, concepts, and slogans that were specifically used in Nazi Germany.

Some words were coined by Adolf Hitler and other Nazi Party members. Other words and concepts were borrowed and appropriated, and other terms were already in use during the Weimar Republic. Finally, some are taken from Germany's cultural tradition.

List of abbreviations and acronymsBearbeiten

See the glossary above for full explanations of the terms.

  • aA – agrarpolitischer Apparat, or Agrarian Policy Apparatus
  • DAF – Deutsche Arbeitsfront, or German Labor Front
  • DAP – Deutsche Arbeiterpartei, or German Workers' Party: original name of the NSDAP
  • DFO – Deutscher Frauenorden, or German Women's Order
  • DJ – Deutsches Jungvolk, middle school aged boys' Hitler Youth organization, altersmäßig HJ-Vorstufe
  • DLV – Deutscher Luftsportverband, or German Air Sports Union
  • DNSAP – Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei, the Austrian "German National Socialist Workers’ Party"
  • DNVP – Deutschnationale Volkspartei, German National People's Party
  • FHA – SS-Führungshauptamt or Leadership Head Office, the administrative headquarters of the Waffen-SS
  • FlaK – Flug(zeug)abwehr-Kanone, "air(craft) defense cannon," anti-aircraft gun
  • Gestapo – The secret state police, short for Geheime Staatspolizei
  • HJ – Hitlerjugend or Hitler Youth
  • KdF – Kraft durch Freude, or Strength through Joy
  • Kripo – Kriminalpolizei, the national criminal investigative police
  • LVL – Landwirtschaftliche Vertrauensleute, agrarian agents for the NSDAP
  • LSSAH – Leibstandarte SS Adolf Hitler, or Adolf Hitler SS Bodyguard Regiment
  • Nazi – Portmanteau for "National Socialist"
  • NPEA – Nationalpolitsche Erziehungsanstalten, or National Political Educational Establishment
  • NSBO – Nationalsozialistische Betriebzellenorganisation, or National Socialist Factory Cell Organization
  • NSDAPNationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, or National Socialist German Workers’ Party: the Nazi Party
  • NSDDB – Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund, or National Socialist German University Lecturers League
  • NSF – Nationalsozialistische Frauenschaft, or National Socialist Women's League
  • NSFK – Nationalsozialistisches Fliegerkorps, or National Socialist Flyers Corps
  • NSKK – Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps, or National Socialist Motor Corps
  • NSLB – Nationalsozialistische Lehrerbund, or National Socialist Teachers League
  • NSV – Nationalsozialistische Volkswohlfahrt, or National Socialist People's Welfare
  • OKH – Oberkommando des Heeres, or High Command of the Army
  • OKL – Oberkommando der Luftwaffe, or High Command of the Air Force
  • OKM – Oberkommando der Marine, or High Command of the Navy
  • OKW – Oberkommando der Wehrmacht, or High Command of the Armed Forces
  • Orpo – Ordnungspolizei, or Order Police
  • PzKpfw, PzKw – Panzerkampfwagen, "armored fighting vehicle," tank
  • RAD – Reichsarbeitsdienst, or State Labor Service
  • RBA – National Socialist Factory Cell Division
  • RKPA – Reichskriminalpolizeiamt or Reich Criminal Police Department; alternative name of RSHA Amt V: Kriminalpolizei
  • RM – Reichsmark, the monetary unit of Germany 1924–1948
  • RSHA – Reichssicherheitshauptamt, Reich Main Security Office or Reich Security Head Office
  • RZM – Reichszeugmeisterei, or National Material Control Office
  • SA – Sturmabteilung, Storm (or Assault) Detachment, usually translated as Stormtroop(er)s: the Brownshirts
  • SD – Sicherheitsdienst or Security Service of the SS
  • Sd.Kfz. – Sonderkraftfahrzeug, or Special Purpose Motor Vehicle
  • SiPo – Sicherheitspolizei or Security Police; made up of the Gestapo & Kripo
  • SS – Schutzstaffel or Protection Squadron
  • SS-TV – SS-Totenkopfverbände or Death's Head Units
  • SS-VT – SS-Verfügungstruppe or Dispositional Troops
  • WaA – Waffenamt or Weapons Office; used as an arms inspection stamp or mark

Medien, etc. Bearbeiten

  • Oliver-Lustig-CCDictionary, ein ausführliches Wörterbuch mit ca. xx Einträgen. Vgl. Christian Zentner and Friedemann Bedürftig

See also (en WP )Bearbeiten

BibliographyBearbeiten

  • Brustein, William (1996). The Logic of Evil, The Social Origins of the Nazi Party, 1925–1933. New Haven, CN: Yale University Press (p. 143).
  • Carsten, F. L. (1969). The Rise of Fascism. Berkeley, CA: University of California Press (p. 83).
  • Faye, Jean-Pierre (2004). Langages totalitaires, Hermann, Paris, ISBN 2-7056-6480-7 Vorlage:Fr icon
  • Faye, Jean-Pierre (2003). Introduction aux langages totalitaires : Théorie et Transformations du récit, Hermann, Paris, ISBN 2-7056-6450-5 frz.
  • Kitchen, Martin (1994). Nazi Germany at War. London & New York: Routledge.
  • Klemperer, Victor (1947). LTI - Lingua Tertii Imperii
  • Michael, Robert and Karin Doerr. Nazi-Deutsch/Nazi-German: An English Lexicon of the Language of the Third Reich. Westport, CT: Greenwood Press, 2002. ISBN 0–313–32106–X
  • Mitcham, Samuel W., Jr. Why Hitler? The Genesis of the Nazi Reich. Westport, CT: Praeger (p. 120).
  • Neumann, Stan. La Langue ne ment pas, journal écrit sous le Troisième Reich (90' ARTE 2004) frz. (film documentary; short extract here)
  • Payne, Stanley G. (1995). A History of Fascism 1914–1945. University of Wisconsin Press (pp 55, 180).
  • Phillips, Peter (1969, 1970). The Tragedy of Nazi Germany. New York: Praeger Publishers (pp. 193, 179).
  • Snyder, Louis L. Encyclopedia of the Third Reich. London: Robert Hale, 1976. ISBN 978-0-73942-360-8
  • Turner, Henry A. (1972). Nazism and the Third Reich. New York, NY: Quadrangle Books, NY Times Co. (p. 41).
  • Zentner, Christian and Friedemann Bedürftig (1991). The Encyclopedia of the Third Reich. Macmillan, New York. ISBN 0-02-897502-2

External linksBearbeiten

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