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Die NS-Judendeportationen aus München

begannen im November 1941.

Die örtliche Gestapo/Kriminalpolizei und SS führte mit Hilfe der Reichsbahn die erste Massendeportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger durch Nazis aus dem gesamten Stadtgebiet durch. Der Zug ging vom Güterbahnhof Milbertshofen ab.

Es folgten bis 1945 42 weitere Deportationszüge, bzw. -transporte, so genannte Judentransporte, mit insgesamt rund zur Ermordung freigegebener 3.000 Münchnerinnen und Münchnern bis ins Frühjahr 1945. Zuvor wurden sie gezwungen in überbelegte Gemeinschaftswohnungen, "Judenhäusern," wie bzw. in das Barackenlager München-Milbertshofen oder das Internierungslager Clemens-August-Straße 9 umzuziehen, wo sie für die Behörden leichter aufzufinden, zu schikanieren und zu kontrollieren waren.


In dieser Aufzählung sind nicht die von SS und Gestapo vor 1941 unter fadenscheinigen Begründungen Inhaftierten enthalten, die z. B. ins KZ nach Dachau transportiert wurden. Insbesondere beim Novemberpogrom 1938 traf dies auch viele MüncherInnen. 


Es soll an dieser Stelle auch gesagt werden, dass viele Menschen Haft und Haftfolgen erlitten haben, die nicht wegen ihrer vermuteten Religionsangehörigkeit als "Jude" oder "Zigeuner" sondern als Gegner der NSDAP-Herrschaft oder als so genannte "Volksschädlinge" oder sonstwie als "minderwertig" geltend / abgestempelt verfolgt worden sind. Auch ihr Schicksal beruhte auf der NS-Politik des nach innen gerichteten Terrors.


Damit ist von etwa 3000 MünchnerInnen bekannt, dass sie zwischen Juni 1942 und 23. Februar 1945 als "Juden" deportiert (siehe unten) und von ihnen sehr viele sofort oder in der folgenden Zeit von den Nationalsozialisten ermordet wurden.


Im August 1941 lebten 3249 als Juden verfolgte Personen in München. Von den etwa 1550 Münchner Personen, die 1945 von sowjetischen Truppen aus dem KZ Theresienstadt in Terezin befreit werden konnten, kehrten 160 in ihre Heimatstadt München zurück. Dort hatten die amerikanischen Truppen am 30. April 1945 nur noch 84 überlebende Juden gefunden. 


Die größte Zahl fiel den Nazis bereits mit den ersten beiden Transporten am 20. November 1941 zu Opfer - 999 Personen -  und am 3. April 1942 - 989 Personen.


Die meisten der folgenden "kleineren" Transporte, die insgesamt 1.472 Personen aus der Stadt heraus deportierten, fuhren die Opfer ins Konzentrationslager Theresienstadt. Dort trafen sie auch mit Personen aus Gefangenentransporten aus anderen Regionen Europas zusammen, aus denen ehemalige, geflüchtete MüncherInnen ebenfalls nach Terezin verschleppt worden waren (insbesondere aus den besetzten Niederlanden).


Die Transporte Bearbeiten

(Reihenfolge der Einträge:
Datum ___: Anzahl d. Personen ___ Ankunft am  ___ in… )

1941 Bearbeiten

November 1941 Bearbeiten

1942 Bearbeiten

April 1942 Bearbeiten

Juni 1942 Bearbeiten


Juli 1942 Bearbeiten


August 1942 Bearbeiten

  • 07. August 1942: ___50 ___ am ___08. August 1942 in Theresienstadt
  • 12. August 1942: ___45 ___ am ___13. August 1942 in Theresienstadt


Also wurden nach dieser Aufstellung im ganzen Jahr 1942 2.079 Gefangene aus München durch die Gestapo in den Tod geschickt.

1943 Bearbeiten

März 1943 Bearbeiten


April 1943 Bearbeiten


1944 Bearbeiten

1944 erfolgten Transporte (zum Teil von Einzelpersonen) ins KZ Theresienstadt (Terezin)

am: 


mit insgesamt 44 Gefangenen

1945 Bearbeiten

bis Feb. 1945 Bearbeiten

1945 folgten 3 Transporte am


bis schließlich der letzte Transport aus München am


  • 22. Februar 1945 mit 31 Häftlingen von der Gestapo München ins KZ Theresienstadt geschickt wurde.


Das heißt, dass in diesem Jahr insgesamt weitere 97 Menschen aus München deportiert worden sind.


Die Münchner Stadtchronik hat unter dem 5. August: 1945 notiert:

Trauerfeier für Opfer des KZ Dachaus
„Vor dem Krematorium des Ostfriedhofs fand eine Trauerfeier für alle im Konzentrationslager Dachau gestorbenen Häftlinge statt. Die Urnen von 4.111 Opfern wurden später in einem Münchner Friedhof beigesetzt.
  • KZ-Ehrenhain auf dem Friedhof am Perlacher Forst (KZ-Grabfelder)

Weblinks, LiteraturBearbeiten

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