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Es ist notwendig, an die NS-Verfolgung und den Völkermord an den Sinti und Roma in Europa zu erinnern:


eine Chronologie von 1933 bis 1945


Einleitung Bearbeiten

……………


1933 — 1937 Bearbeiten

1933Bearbeiten

  • im Laufe des Jahres: Erste Einweisungen von Sinti und Roma in Konzentrationslager. * 14. Juli: Beschluss des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933
  • 22. September 1933: Errichtung der Reichskulturkammer als berufsständischer Zwangsorganisation unter Leitung von Goebbels. Der „rassisch“ begründete Ausschluss aus einer der Kammern, etwa der Reichsmusikkammer oder der Reichsfilmkammer, bedeutet auch für zahlreiche Sinti und Roma Berufsverbot.
  • 15. September 1935|xx]]: Verkündung der „Nürnberger Rassengesetze“. Sinti und Roma werden ebenso wie Juden zu Bürgern mit eingeschränkten Rechten herabgestuft, Verbindungen zwischen Sinti und Roma und „Deutschblütigen“ verboten. Reichsinnenminister Frick verfügt hierzu am 3. Januar 1936: „Zu den artfremden Rassen gehören [...] in Europa außer den Juden regelmäßig nur die Zigeuner.“


Weitere Einträge fehlen noch

1934 Bearbeiten

  • 14. Juli: Auf der Grundlage des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 werden ab 1934 auch Sinti und Roma zu Opfern von Zwangssterilisationen.


Weitere Einträge fehlen noch


1935 Bearbeiten

Weitere Einträge fehlen noch


1936 Bearbeiten

  • 16. Juli: Zwei Wochen vor Eröffnung der Olympischen Spiele werden Hunderte Berliner Sinti und Roma in ein KZ-ähnliches Zwangslager in Berlin-Marzahn eingewiesen. Ab Mitte der Dreißigerjahre richten zahlreiche weitere Städte solche Lager ein.
Durch eine Vielzahl von Sonderbestimmungen werden Sinti und Roma schrittweise entrechtet und aus nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgegrenzt.
  • November: Gründung der NSDAP-„Rassenhygienischen Forschungsstelle“ unter Leitung des Dr. Robert Ritter in Berlin. Ritter und seine Mitarbeiter spielen in der Folge eine wichtige Rolle bei der totalen Erfassung der Sinti und Roma im Deutschen Reich


Weitere Einträge fehlen noch

1938 — 1945 Bearbeiten

1938Bearbeiten

  • Von Juni 1938 bis Juni 1939: mindestens 2.000 Sinti und Roma, darunter Kinder ab 12 Jahren, werden in die Konzentrationslager Sachsenhausen, Buchenwald, Dachau, Mauthausen und Ravensbrück verschleppt, wo sie Zwangsarbeit für SS-eigene Firmen leisten müssen.
  • 1. Oktober: Auf Weisung Himmlers wird im „Reichskriminalpolizeiamt“ (RKPA) in Berlin eine zentrale Stelle („Reichszentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens“) eingerichtet, die die Erfassung und Verfolgung der Sinti und Roma im Deutschen Reich steuert und koordiniert.
Das RKPA unter der Leitung von SS-Oberführer Nebe wird im September 1939 Teil des neu gegründeten „Reichssicherheitshauptamts“ (RSHA), das bei der Planung und Organisation des Völkermords an Juden und an Sinti und Roma im besetzten Europa eine Schlüsselfunktion hat.
  • 8. Dezember 1938: Grundlegender Erlass Himmlers: Es sei „die Regelung der Zigeunerfrage aus dem Wesen dieser Rasse heraus in Angriff zu nehmen.“ Mit dem Ziel der „endgültigen Lösung der Zigeunerfrage“ ordnet Himmler an, alle Sinti und Roma im Deutschen Reich zu erfassen. Diese Aufgabe wird der „Rassenhygienischen Forschungsstelle“ übertragen, die bis Kriegsende über 24.000 „Rassegutachten“ von Sinti und Roma anfertigt. Die Gutachten bilden eine wesentliche Grundlage für die Selektion der Opfer und für ihre Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager.


Weitere Einträge fehlen noch


1939 Bearbeiten

  • 21. September: Auf einer von Heydrich einberufenen Konferenz der Amtschefs und der Leiter der Einsatzgruppen des „Reichssicherheitshauptamtes“ wird beschlossen, die rund 30.000 im "Großdeutschen Reich" lebenden "Zigeuner" in das "Generalgouvernement Polen" zu deportieren.
  • 13. Oktober: SS-Oberführer Nebe bittet Eichmann um Auskunft, "wann er die Berliner Zigeuner schicken kann."
  • 16. Oktober: Nebe wird mitgeteilt, dem ersten am 20. Oktober 1939 abgehenden Judentransport "können 3 bis 4 Waggon Zigeuner angehängt werden."
  • 17. Oktober: Himmer ordnet an, dass alle "Zigeuner" ihren Wohnsitz nicht mehr verlassen dürfen ("Festschreibungserlass"). Allen Sinti und Roma wird unter Androhung von KZ-Haft verboten ihre Wohnorte zu verlassen.
  • November: Der Höhere SS- und Polizeiführer im besetzten Krakow/Krakau, Krüger, plädiert für eine Zwangsumsiedlung aller "Juden und Zigeuner aus dem Reichsgebiet ins Generalgouvernement Polen."
  • 25. November: Das "Rassenpolitische Amt" der NSDAP fordert in einer Denkschrift die Deportation alle "Zigeuner" aus dem Deutschen Reich.

1940Bearbeiten

  • 30. Januar: Eine Konferenz unter Leitung Heydrichs mit allen an dem Vorhaben beteiligten Stellen beschließt, dass als "letzte Massenbewegung" (NS-Tarnsprache) sämtliche Juden der "neuen Ostgaue" und 30.000 Zigeuner [sic!] aus dem Reichsgebiet in das "Generalgouvernement" zu deportieren seien.
  • 27. April: Himmler ordnet die erste familienweise Deportation von 2.500 deutschen Sinti und Roma in das besetzte Polen an.
  • 22. Mai: am hellen Tag werden die südwestdeutschen Roma bei Stuttgart durch den kleinen Ort Asperg vom Bahnhof zum dortigen Gefängnis, einer ehemaligen Festung (seltene Fotos von dieser Deportation existieren), geführt. Auch in Hamburg und Köln werden zu diesem Zweck provisorische Sammellager eingerichtet. Von dort werden etwa 2.500 Sinti und Roma in Zügen nach Polen deportiert, wo sie in Konzentrationslagern und später auch in Gettos (u. a. in Warschau oder Radom) unter mörderischen Bedingungen Zwangsarbeit leisten müssen. Der größte Teil der verschleppten Männer, Frauen und Kinder kommt gewaltsam ums Leben.

1941Bearbeiten

Einträge fehlen noch (a.k.)


1942Bearbeiten

  • Februar 1942: Etwa 2.000 ostpreußische Sinti und Roma, meist Bauern mit Höfen und Vieh, werden in das Getto Białystok und später von dort über Brest-Litowsk nach Auschwitz deportiert.
  • Mai 1942:Das kroatische Ustascha-Regime erlässt die Anweisung, alle „Zigeuner“ festzunehmen. Tausende kroatische Roma werden in der Folge in das KZ Jasenovac und andere Lager verschleppt und ermordet.
  • 28. Mai 1942: Anordnung des Kreishauptmanns Warschau-Land, „Zigeuner“ in den „jüdischen Wohnbezirk“ einzuweisen. Im Warschauer Getto müssen Sinti und Roma Armbinden mit der Aufschrift „Z“ tragen. Die meisten werden später in Treblinka ermordet.
  • Juni bis September:
Über 25.000 rumänische Roma werden in die besetzte Ukraine (Transnistrien) deportiert, wo der Großteil der Menschen umkommt.
  • 10. Juli: Anweisung an die Behörden der von den Nazis besetzen und dann „Protektorats Böhmen und Mähren“, genannten Tschechoslowakei, alle dort lebenden „Zigeuner“ zu erfassen. Im August werden in Lety und Hodonin KZ-ähnliche Zwangslager für Sinti und Roma eingerichtet, in denen über 500 Menschen den unmenschlichen Lebensbedingungen erliegen.
  • Ende 1942: beginnt der Abtransport der Lagerinsassen nach Auschwitz.
  • Tschechoslowakei: Insgesamt werden aus dem „Protektorat“ etwa 4.500 Sinti und Roma nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort größtenteils ermordet.
  • 14. September: NS-Reichsjustizminister Thierack protokolliert nach einer Besprechung mit Goebbels über die Auslieferung von Justizgefangenen an die SS: „Hinsichtlich der Vernichtung asozialen Lebens steht Dr. Goebbels auf dem Standpunkt, daß Juden und Zigeuner schlechthin [...] vernichtet werden sollen. Der Gedanke der Vernichtung durch Arbeit sei der beste.“
  • 16. Dezember: Als Teil der von den Nazis so genannten "Endlösung der Juden" (NS-Tarnsprache = Massenmorde an jüdischen Menschen) ordnete Heinrich Himmler an, alle noch im Reichsgebiet verbliebenen Sinti und Roma nach Auschwitz zu deportieren. Der auf diesen Tag datierte Befehl, später „Auschwitz-Erlass“ genannt, bildet die Grundlage für die Ende Februar 1943 beginnende Deportation von 23.000 Sinti und Roma aus fast ganz Europa (darunter etwa 13.000 aus Deutschland und Österreich) in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Dort richtet die SS im Lagerabschnitt B II e das von ihnen so genannte „Zigeunerlager“ ein. Die Besonderheit ist, dass darin Familien zusammen eingesperrt sind. Sonst wurden die Gefangenen nach Männern und Frauen getrennt.

1943Bearbeiten

  • 30. Januar: Erlass des „Reichssicherheitshauptamts“ über die Einziehung des Vermögens der nach Auschwitz-Birkenau deportierten Sinti und Roma.
  • Ab Februar: wurden nahezu 23.000 Sinti und Roma aus elf europäischen Ländern in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert.
  • 22. März: "Zufolge Auftrags des Landratsamtes Mosbach vom 22. März 1943 habe ich zusammen mit vier Gendarmen der Reserve 53 Zigeunermischlinge mit Sondertransport von Mosbach nach Auschwitz transportiert und dort in das Konzentrationslager eingeliefert. Die Haftunterlagen wurden mit abgegeben. Übernahmebestätigung der 53 Zigeunermischlinge ist angeschlossen... Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass der Transport ordnungsgemäß verlaufen ist. Die Fahrtroute und Fahrtzeiten wurden eingehalten, wie es vorher festgelegt war... Für den Transportführer und die Begleitmannschaft waren es harte Tage und Nächte während des Transports... Ich habe aus diesem Grunde der Begleitmannschaft nach Rückkehr im Benehmen mit dem Kreisführer einen Tag zur Erholung und Reinigung freigegeben." (Bericht des Gendarmeriepostens Oberschefflenz an den Landrat in Mosbach vom 28.3.1943)
  • Im März und im Mai 1943: … kam es zu den ersten Massenvergasungen, bei denen über 2.700 Männer, Frauen und Kinder mit dem Giftgas Zyklon B ermordet wurden.
  • 23. März 1943: Erste Massenvernichtungsaktion im „Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau: Etwa 1.700 Sinti und Roma aus der Region Białystok werden in den Gaskammern ermordet. Zwei Monate später, am 25. Mai, werden über tausend weitere Sinti und Roma im Gas erstickt.
  • 30. Mai 1943: Josef Mengele wird Lagerarzt im „Zigeunerlager“, wo er Häftlinge für medizinische Versuche missbraucht. Vor allem Mengeles „Zwillingsforschung“, an der das Kaiser- Wilhelm-Institut beteiligt ist und die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird, fallen zahlreiche Sinti- und Roma-Kinder sowie jüdische Kinder zum Opfer.

1944 Bearbeiten

  • 6. Mai: Der Versuch der KZ-Kommandantur Auschwitz, das „Zigeunerlager“ zu „liquidieren“ und die noch lebenden 6.000 Sinti und Roma in den Gaskammern zu ermorden, scheitert am Widerstand der Häftlinge, unter ihnen zahlreiche ehemalige Soldaten.
  • Juli: In den so genannten Hauptbüchern des "Zigeunerlagers" des Konzentrationslagers Auschwitz wurden die eintreffenden Häftlinge nach Geschlechtern getrennt registriert. Daneben gab es aber auch Transporte von Sinti und Roma, die ohne vorherige Registrierung nach ihrer Ankunft direkt in die Gaskammern kamen. Die Zahl der in Auschwitz ermordeten Sinti und Roma ist daher wesentlich höher als die durch die "Hauptbücher" rekonstruierbaren Zahlen von "Zu- und Abgängen". Im Juli 1944, vor der "Liquidierung" des "Zigeunerlagers" durch die SS, konnten Häftlinge die notdürftig mit Stoffen umwickelten "Hauptbücher" heimlich in einem Eimer vergraben. Im Januar 1949 wurden sie - teilweise beschädigt - wieder ausgegraben.

a.k.

  • Frühjahr und Sommer: Nach Selektionen durch die SS wurden im Frühjahr und Sommer 1944 etwa 3.000 Sinti und Roma zur "Vernichtung durch Arbeit" (NS-Tarnsprache) in andere Konzentrationslager im Reichsgebiet deportiert.
  • 16. Mai: Aufstand im Lagerabschnitt B II e von Auschwitz-Birkenau, dem "Zigeunerlager"
  • 2. und 3. August: In Auschwitz blieben 2.900 Menschen zurück, vor allem Alte, Frauen und Kinder. Sie alle ermordete die SS bei der "Liquidierung" des "Zigeunerlagers" in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 in den Gaskammern (NS-Tarnsprache).
  • 26. September 1944: 200 Sinti und Roma - die meisten waren Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren - werden vom KZ Buchenwald nach KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und zwei Wochen später in den Gaskammern umgebracht.

1945 Bearbeiten

  • Anfang 1945 bis Kriegsende: Die letzten Überlebenden werden kurz vor Kriegsende zu langen "Todesmärschen" durch das deutsche Reichsgebiet gezwungen oder direkt in den deutschen Konzentratinslagern ermordet.
  • Mai und Juni 1945: Viele Sinti und Roma sterben bald nach der Befreiung durch die Alliierten aus den Lagern noch an den Folgen der Haft durch die Nazis.
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… und die Zeit nach 1945 ? Bearbeiten


Gedenktage im Jahresverlauf Bearbeiten

  Von Juni 1938 bis Juni 1939: mindestens 2.000 Sinti und Roma, darunter Kinder ab 12 Jahren, werden in die Konzentrationslager Sachsenhausen, Buchenwald, Dachau, Mauthausen und Ravensbrück verschleppt, wo sie Zwangsarbeit für SS-eigene Firmen leisten müssen.

 

  14. Juli: Auf der Grundlage des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 werden ab 1934 auch Sinti und Roma zu Opfern von Zwangssterilisationen.

  16. Juli 1936: Zwei Wochen vor Eröffnung der Olympischen Spiele werden Hunderte Berliner Sinti und Roma in ein KZ-ähnliches Zwangslager in Berlin-Marzahn eingewiesen. Ab Mitte der Dreißigerjahre richten zahlreiche weitere Städte solche Lager ein.

 

 

  15. September 1935: Verkündung der „Nürnberger Rassengesetze“. Sinti und Roma werden ebenso wie Juden zu Bürgern mit eingeschränkten Rechten herabgestuft, Verbindungen zwischen Sinti und Roma und „Deutschblütigen“ verboten. Reichsinnenminister Frick verfügt hierzu am 3. Januar 1936: „Zu den artfremden Rassen gehören [...] in Europa außer den Juden regelmäßig nur die Zigeuner.“

  21. September 1940: Auf einer von Heydrich einberufenen Konferenz der Amtschefs und der Leiter der Einsatzgruppen des „Reichssicherheitshauptamtes“ wird beschlossen, die rund 30.000 im "Großdeutschen Reich" lebenden "Zigeuner" in das "Generalgouvernement Polen" zu deportieren.

 

22. September 1933: Errichtung der Reichskulturkammer als berufsständischer Zwangsorganisation unter Leitung von Goebbels. Der „rassisch“ begründete Ausschluss aus einer der Kammern, etwa der Reichsmusikkammer oder der Reichsfilmkammer, bedeutete dann auch für zahlreiche Sinti und Roma Berufsverbot.

   

1. Oktober: Auf Weisung Himmlers wird im „Reichskriminalpolizeiamt“ (RKPA) in Berlin eine zentrale Stelle („Reichszentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens“) eingerichtet, die die Erfassung und Verfolgung der Sinti und Roma im Deutschen Reich steuert und koordiniert. Es  wird im September 1939 Teil des neu gegründeten „Reichssicherheitshauptamts“, abgekürzt RSHA.

 

  16. Oktober 1939: SS-Oberführer Nebe wird mitgeteilt, dem ersten am 20. Oktober 1939 abgehenden Judentransport aus Berlin "können 3 bis 4 Waggon Zigeuner angehängt werden."

  17. Oktober 1939: Himmer ordnet an, dass alle "Zigeuner" ihren Wohnsitz nicht mehr verlassen dürfen ("Festschreibungserlass"). Allen Sinti und Roma wird unter Androhung von KZ-Haft verboten ihre Wohnorte zu verlassen.

 

  November 1936: Gründung der NSDAP-„Rassenhygienischen Forschungsstelle“ unter Leitung des Dr. Robert Ritter in Berlin. Ritter und seine Mitarbeiter spielen in der Folge eine wichtige Rolle bei der totalen Erfassung der Sinti und Roma im Deutschen Reich

   

   

  8. Dezember 1938: Grundlegender Erlass Himmlers: Es sei „die Regelung der Zigeunerfrage aus dem Wesen dieser Rasse heraus in Angriff zu nehmen.“ Mit dem Ziel der „endgültigen Lösung der Zigeunerfrage“ ordnet Himmler an, alle Sinti und Roma im Deutschen Reich zu erfassen. Diese Aufgabe wird der „Rassenhygienischen Forschungsstelle“ übertragen, die bis Kriegsende über 24.000 „Rassegutachten“ von Sinti und Roma anfertigt. Die Gutachten bilden eine wesentliche Grundlage für die Selektion der Opfer und für ihre Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager.


Weitere Einträge fehlen noch

 

  30. Januar 1940: Eine Konferenz unter Leitung Heydrichs mit allen an dem Vorhaben beteiligten Stellen beschließt, dass als "letzte Massenbewegung" (NS-Tarnsprache) sämtliche Juden der "neuen Ostgaue" und 30.000 Zigeuner [sic!] aus dem Reichsgebiet in das "Generalgouvernement" zu deportieren seien.

  27. April 1940: Himmler ordnet die erste familienweise Deportation von 2.500 deutschen Sinti und Roma in das besetzte Polen an.

  22. Mai 1940: am hellen Tag werden die südwestdeutschen Roma bei Stuttgart durch den kleinen Ort Asperg vom Bahnhof zum dortigen Gefängnis, einer ehemaligen Festung (seltene Fotos von dieser Deportation existieren), geführt. Auch in Hamburg und Köln werden zu diesem Zweck provisorische Sammellager eingerichtet. Von dort werden etwa 2.500 Sinti und Roma in Zügen nach Polen deportiert, wo sie in Konzentrationslagern und später auch in Gettos (u. a. in Warschau oder Radom) unter mörderischen Bedingungen Zwangsarbeit leisten müssen. Der größte Teil der verschleppten Männer, Frauen und Kinder kommt gewaltsam ums Leben.

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

  • Porajmos; das Romanes-Wort Porajmos (auch Porrajmos, deutsch: „das Verschlingen“) bezeichnet den NS-Völkermord an den europäischen Roma (sog. Zigeunerfamilien) in der Nazi-Zeit (1933-1945; Artikel bei Wikipedia). Oft wird dafür auch das Wort Shoah benutzt, obwohl es eigentlich für den Völkermord vor allem an den Juden Europas steht.
  • Shoah, der NS-Mord an den europäischen Juden
  • Deportation der badischen Juden im Jahr 1940 (sog. Wagner-Bürkel-Aktion in Baden)
  • Die so genannten Judenhäuser in Heidelberg

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