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Reinhard Florian

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Reinhard Florian überlebte die nationalsozialistischen Lager und die Ermordung von Mio. Menschen durch die Nazis. Er erinnert in Heidelberg im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma an den Völkermord an den Sinti und Roma. In seinem 2012 erschienenen neuen Buch schildert er seine Erfahrungen.

Daten aus seinem Leben Bearbeiten

  • 1923: geboren in Matheninken bei Insterburg (Ostpreußen), Schulbesuch, 24. Februar in einer Sinti-Familie geboren. Dort wuchs er mit acht Geschwistern und seinen Eltern auf. Der Vater war Pferdehändler und die Mutter hatte ein Wandergewerbe.
  • 1937 Zwangsverpflichtung als Melker auf einem Rittergut - Im selben Jahr wurde den Eltern ihr Beruf verboten. Der Vater musste daraufhin in einer Ziegelbrennerei arbeiten und die Mutter blieb mit den jüngsten Geschwistern zuhause. Reinhard Florian selbst durfte als „Zigeuner“ keinen Beruf erlernen.
  • 1941: Inhaftierung in Insterburg und weiteren deutschen Gefängnissen
  • 1941: Einlieferung ins KZ Mauthausen, Sklavenarbeit im Steinbruch. Danach wurde er in das KZ Gusen gebracht.
  • 1943: Gefangenschaft im KZ Auschwitz und seinen Nebenlagern Monowitz, Rydultau (Charlottengrube; Rydultowe) und Blechhammer, Sklavenarbeit u.a. im Bergbau
  • Januar 1945: Wegen Herannahen der Roten Armee trieb die SS die Gefangenen auf einem Todesmarsch nach Loslau, dann Transport über Mauthausen ins KZ Melk (Außenlager von Mauthausen). Er bekam Lungentuberkulose.
  • Mai 1945: Befreiung im KZ Ebensee (Außenlager von Mauthausen). Amerikaner befreiten das Lager am 6. Mai 1945.
  • Nach 1945: Lebt als Staatenloser in Bayreuth, später Aschaffenburg, wo er noch heute lebt. Infolge der KZ-Haft war er lange arbeitsunfähig.

Medien zum ThemaBearbeiten

  • Reinhard Florian (Autor), Uwe Neumärker (Herausgeber), Jana Mechelhoff-Herezi (Herausgeber): Ich wollte nach Hause, nach Ostpreußen!: Das Überleben eines deutschen Sinto. Verlag Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, 2012. ISBN 978-3942240079

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