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Im Heft 5/2015, S. 53-69 brachte der [xxxx Spiegel, dort … ]
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5/2015

als Titelgeschichte

Die letzten Zeugen

Interviews mit 19 ZeugInnen, die das KZ Auschwitz 1945 überlebt haben. Renate Harpprecht-Lasker und ihr Schwester waren zwei von ca. 60.000 Überlebenden der 1.200.019 oder mehr Häftlingen, die dort von der SS zwischen 1941 und 1945 zum Ziel der Ermordung gefangen gehalten wurden.


Biografische Daten:

Geboren wurde sie 1924 in Breslau. Sie ist eine Autorin und viele Jahre in Deutschland und England bekannte Journalistin. Sie überlebte Haftzeiten in den Konzentrationslagern Auschwitz und Bergen-Belsen und berichtet auch davon.

Renate Lasker ist eine von drei Töchtern des jüdischen Rechtsanwalts Alfons Lasker (einem Bruder des US-amerikanischen Schach-Meisters Edward Lasker) und dessen Ehefrau Edith, einer Geigerin. Ende 1939 gelang es den Eltern, die älteste Schwester Marianne nach England in Sicherheit zu bringen.

Die beiden jüngeren Schwestern Renate und Anita mussten jedoch in Breslau bleiben. 1942 wurden die Eltern deportiert und ermordet. Die Töchter kamen in ein Waisenhaus und mussten in einer Papierfabrik arbeiten.


Die zwei jungen Mädchen versuchten, mit Hilfe eigenhändig gefälschter Pässe sowie der Unterstützung durch Werner Krumme und dessen mit ihnen verwandter Ehefrau Ruth nach Frankreich zu entkommen, wurden aber schon am Bahnhof verhaftet und am 5. Juni 1943 wegen Urkundenfälschung (auch zu Gunsten französischer Kriegsgefangener; dafür wurden sie nach dem Krieg mit der „Médaille de la Reconnaissance Francaise“ ausgezeichnet) zu Zuchthausstrafen verurteilt.

Anstelle der Haft wurden sie schließlich in Konzentrationslager deportiert (ins KZ Auschwitz Dezember 1943 bis zur Räumung im Oktober 1944 und von dann im KZ Bergen-Belsen bis April 1945).


Direkt nach dem Kriegs- und Haftende wurde sie Dolmetscherin bei der Britischen Armee. Später arbeitete sie bei der BBC in London, später auch für den WDR in Köln und für das ZDF in den USA. Über viele Jahre wurde sie nicht mehr nach den KZ-Erfahrungen befragt. 1972 veröffentlicht sie den Roman Familienspiele.

Seit den 1980er Jahren lebt sie als Französin an der Côte d’Azur zusammen mit ihrem Mann, dem Autor und Journalisten Klaus Harpprecht.


Besonderheiten ihrer Haft:

Beide zunächst getrennt eingesperrten Schwestern überlebten die Haft. Am 15. April 1945 interviewte Patrick Gordon Walker die Schwestern inmitten der Leichenberge vom Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Als Angehörige eines Lagerorchesters hatte ihre Schwester besondere Haftbedingungen.

Wodurch überlebt:

dadurch hatte sie kleine, aber vielleicht entscheidenden Vorteile.


Veröffentlichung weiterer Berichte, Interviews, Bilder:

  • Renate Harpprecht: Es war der Tag, an dem das Leben noch einmal begann. In: Frankfurter Rundschau vom 13. April 2002 (Erinnerungen an die Befreiung aus dem KZ Bergen-Belsen am 15. April 1945; der Beitrag ist online auf www.imdialog.com verfügbar).
  • 2014 erschien als Titelgeschichte einer deutschen Zeitung (Die Zeit) ein ausführliches Interview mit der damals Neunzigjährigen zum Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen am 15. Mai 1945.
  • „Auschwitz erlaubt keine Rührung.“, Renate Lasker-Harpprecht, interviewt von Giovanni di LorenzoDie Zeit, Nr. 19 vom 30. April 2014, S. 11-14


http://de.wikipedia.org/wiki/Renate_Lasker-Harpprecht Vergleiche bei Wikipedia.

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