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Rudolf Kauer, 1902 in Tetschen (heute Tschechien) geboren, war Architekt. Er war in der Nachkriegszeit auch Zeuge beim Frankfurter 1. Auschwitzprozess.

Er studierte an der Technischen Hochschule in Prag Hoch- und Tiefbau. Im Oktober 1933 wurde er wegen angeblichen Hoch- und Landesverrats verhaftet und 1935 zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Danach kam Kauer nicht frei. Die Gestapo nahm ihn in die so genannte „Schutzhaft“ und verbrachte den politischen Häftling ins Konzentrationslager. Im Mai 1941 wurde Kauer vom KZ Neuengamme (bei Hamburg) ins Konzentrationslager Auschwitz transportiert; dort als Nummer 15.592 registriert und im Kommando „Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei Auschwitz“ eingesetzt.

Die Zentralbauleitung war für Planung und Bau aller Gebäude im sogenannten „Interessengebiet des KL Auschwitz“ zuständig, auch für die Errichtung der vier Krematorien im Vernichtungslager Birkenau. Für das „Fluchtdezernat“ der Politischen Abteilung der Kommandantur des Konzentrationslagers zeichnete Kauer auch „Tatortskizzen“. Die Politische Abteilung hatte wirkliche bzw. vorgebliche Fluchten von Häftlingen zu untersuchen, einen Bericht zu verfassen und an das Reichssicherheitshauptamt der SS in Berlin zu schicken.

Kauer wurde Mitte September 1944 aus dem KZ Auschwitz in das KZ Leitmeritz, einem Nebenlager des KZ Flossenbürg (Oberpfalz, östlich von Weiden), überstellt. Dort gelang ihm kurz vor Kriegsende die Flucht. So überlebte er.

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