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Ma14

Blick von Westen auf die Aufräumarbeiten

Beim Zugunglück von Mannheim am 1. August 2014, gab es im Hauptbahnhof Mannheim nach ersten Angaben 35-45 Leicht- und 4 Schwerverletzte. Ein Güterzug fährt an einem Freitagabend bei einer Langsamfahrt im Vorfeld des Hbf von der Seite in einen Personenzug (Eurocity).

Die Suche nach den Ursachen läuft.


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Ablauf Bearbeiten

Gegen 21.45 Uhr rammt ein Güterzug, der mit Container beladen ist, von der rechten Seite, auf Gleis 2 kommend, den von Gleis 3 her einfahrenden Eurocity. Insgesamt entgleisen fünf Personenwagen. Die zwei nach dem Triebkopf folgenden Wagen mit ca. 110 Insassen kippen auf der linken Seite ins Gleisbett. "35 Personen sind ärztlich betreut worden. Zehn Menschen haben sich leichte und vier schwere Verletzungen zugezogen. Lebensgefahr besteht bei niemandem", bilanziert tags drauf Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg die Folge.

Neben den Personenwagen kippen auch einige (zwei) Container des Güterzugs um. Dessen Lokführer muss unter Schock ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Zug war auf dem Weg von Duisburg in das ungarische Sopron und hatte zwei Gefahrgut-Container mit Chemikalien auf dem ersten Waggon nach der Lok transportiert, die nach Angaben Frickes bei dem Unfall aber nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden. "Es sind keine gefährlichen Stoffe ausgetreten".

Dem unverletzten Fahrer des Eurocity-Triebkopfs "gehe es den Umständen entsprechend gut." Über die Höhe des Sachschadens könnten noch keine Angaben gemacht werden, so Fricke. Klar sei bisher nur, dass neben den Zügen auch die Gleise sowie ein Teil der Oberleitung und Signalanlagen stark beschädigt seien.

Das Ausmaß des Unglücks kann die Feuerwehr nicht ahnen, als sie am Freitagabend um 21.54 Uhr alarmiert wird. Sieben Minuten später trifft sie am Einsatzort ein. Das Fahrwerk eines EC-Waggons ist komplett zerstört, Räder und Achsen sind abgetrennt. Die entgleiste Güterzug-Lok der Österreichischen Bundesbahnen hat vor sich einen Kieshaufen aufgeschoben, die zwei nächsten Güterwagen entgleisten.

Die Feuerwehrleute sehen einige Fahrgäste, die selbstständig aus dem Wrack gestiegen sind. "Die meisten haben unter Schock gestanden und sind auf den Gleisen benommen umhergeirrt", sagt der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr. Mit Hilfe von hydraulischem Gerät verschaffen sie sich an den Verbindungstüren am Ende der Wagen Zugang zu den beiden umgekippten Waggons. Die Reisenden werden zu den zahlreichen Rettungswagen gebracht, die inzwischen die Heinrich-von-Stephan-Straße säumen.

Einige werden auch im Rettungszug der Deutschen Bahn betreut, der in Mannheim in der Nähe des Unfallortes stationiert ist und auf einen der (ansonsten für Zug- und Reisendenverkehr gesperrten) Bahnsteige rangiert wird. Nur eine Stunde braucht die Feuerwehr, um die Fahrgäste aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Wenige Minuten nach dem Unglück löst der Einsatzleiter der Rettungsdienste in Mannheim Großalarm aus. Insgesamt 120 Kräfte aus Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis rücken an. Ärzte, die eigentlich freihaben, werden in die Krankenhäuser beordert.Nach exakt 118 Minuten ist der Einsatz für die Rettungsdienste bereits wieder beendet.


Den Angaben der Bahn zufolge waren 250 Reisende in dem EC 216 vom österreichischen Graz über München nach Saarbrücken unterwegs.

Zur Zahl der Verletzten gab es in der Nacht unterschiedliche Angaben. Die Feuerwehr sprach zunächst von fünf Schwerverletzten und 40 Leichtverletzten. 18 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Die Deutsche Bahn berief sich auf die Bundespolizei und berichtete von 35 Verletzten. Vier von ihnen seien schwer verletzt, aber alle Reisenden seien außer Lebensgefahr. Die Differenz erklärt sich evtl. aus der Berücksichtigung des einen Lokführers.


untersucht wird ... Bearbeiten

nach ersten Zeitungsberichten sei es für die Beamten ein Rätsel, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Experten beschäftigt dabei die Frage, warum der Güterzug den Eurocity seitlich rammte. Laut Bundespolizei wird geprüft, ob eine Weiche dabei eine Rolle spielte.

Die Bahnamt-Spezialisten überprüften unter anderem den Betriebsablauf, wie eine Sprecherin der Untersuchungsstelle des Bundes berichtete.

Außerdem müsse untersucht werden, ob die Signale und die Fahrzeuge richtig funktionierten. Es hieß einmal, es könne eine Entgleisung vorausgegangen sein.

Es wird noch in alle Richtungen ermittelt.


Inzwischen wird ein Fehler des erfahrenen Güterzug-Lokführers für die Ursache gehalten. Das jedenfalls will der Hessische Rundfunk aus "Bahn und Ermittlerkreisen" erfahren haben. Demnach sei der Güterzug nach einer sogenannten Zwangsbremsung bereits zum Stehen gekommen und trotzdem habe der Lokführer dann den Zug wieder in Bewegung gesetzt, ohne eine Freigabe des Stellwerks abzuwarten.

Sämtliche technischen Einrichtungen der Bahn hätten einwandfrei funktioniert, meldete der Hessische Rundfunk unter Bezug auf seine ungenannte Quelle.

Es stehen noch die Ergebnisse der Aufzeichnungen des Zugfunks und der Befragung der Beteiligten aus.

Räumung und ReparaturarbeitenBearbeiten

aktuell: Am Sonntagabend hob ein Kran den letzten umgekippten Wagen aufs Gleis. Die verunglückten Loks und Waggons sind von den Durchfahrtsgleisen weggeschafft, in der Nähe abgestellt worden und die Schäden an den Oberleitungen sind größtenteils repariert: Die von der Zug-Kollision am Freitagabend betroffenen Gleise 1 und 3 am Hauptbahnhof wurden am Montag wieder komplett freigegeben. Nur am Gleis 2 sind noch Reparaturarbeiten nötig. Die Bahn rechnet damit, dass in der zweiten Wochenhälfte alles wieder regulär laufen kann.

Beleg:

Überschrift des xx AbschnittesBearbeiten

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Weblinks Bearbeiten

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